Hamburg: Fucking-Hell-Bier darf gebraut werden
Aktualisiert

HamburgFucking-Hell-Bier darf gebraut werden

Lust auf einen Schluck Fucking? Das ist bald möglich. Das Bier Fucking Hell darf jetzt gebraut werden. Was Bierfreunde freut, nervt die Österreicher.

von
Andy Fischer

Die «Geburt» von Fucking Hell war alles andere als einfach. Die zuständige EU-Behörde lehnte den Namen nämlich zunächst ab, weil er gegen die guten Sitten verstos­se. Fucking Hell ist nämlich ein englisches Schimpfwort. Der deutsche Hersteller kämpfte aber erfolgreich um den Namen – folgende hopfendichte Argumentation von Brauereisprecher Stefan Fellenberg überzeugte auch die Beamten: «Ich kann daran nichts Anstössiges finden. ‹Hell› ist in Bayern eine gebräuchliche Bezeichnung für Lagerbier, Fucking eben der Herkunftsort.»

Im 90-Seelen-Ort Fucking schäumen sie trotzdem vor Wut. Zusätzliche ungewollte Popularität ist dort nicht erwünscht. Bürgermeister Franz Meindl wettert im ORF, er wisse nichts von einer Brauerei oder nur von einem Gesuch dafür. Er beklagte sich auch, dass der Name Fucking dem Ort bisher nur Prob­leme gebracht hätte. So sei die Ortstafel immer wieder von Touristen geklaut worden. Ob die Fuckinger bald eine Selbsthilfegruppe mit einigen deutschen Gemeinden gründen, steht nicht fest. Klar ist nur, dass Pissen, Kissing und Petting ähnliche Probleme zu bewältigen haben.

Deine Meinung