Ex-Miss Jastina Doreen Riederer zeigt sich erstmals wieder öffentlich

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Nach  vier JahrenJetzt kann sie auch ohne Krone lachen – Ex-Miss Jastina ist zurück

Vor rund vier Jahren hat sie sich aus dem Rampenlicht verabschiedet. Nun ist die geschasste Miss Schweiz Jastina Doreen Riederer zurück. Was sie gemacht hat und wie es ihr geht.

von
Toni Rajic
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Sie kann wieder lachen: Jastina Doreen Riederer.

Sie kann wieder lachen: Jastina Doreen Riederer.

20min/Anna Bila
Es ist der erste öffentliche Auftritt der 24-Jährigen, seitdem ihr der Miss-Schweiz-Titel 2019 aberkannt wurde.

Es ist der erste öffentliche Auftritt der 24-Jährigen, seitdem ihr der Miss-Schweiz-Titel 2019 aberkannt wurde.

20min/Anna Bila
Von ihrem Aus erfuhr sie durch die Medien. Was folgte, war ein öffentlicher Streit – bis die Organisation ihr und allen Beteiligten einen Maulkorb verteilte.

Von ihrem Aus erfuhr sie durch die Medien. Was folgte, war ein öffentlicher Streit – bis die Organisation ihr und allen Beteiligten einen Maulkorb verteilte.

Getty Images

Darum geht

  • Im März 2018 wurde Jastina Doreen Riederer zur Miss Schweiz gekrönt.

  • Der Aargauerin wurde nach Unstimmigkeiten mit der Organisation noch im Amtsjahr der Titel entzogen. Daraufhin zog sie sich aus der Öffentlichkeit zurück.

  • Nun zeigte sich die 24-Jährige nach vier Jahren erstmals wieder an einem Event und offenbarte, wie es ihr geht, was sie macht und was sie sich für die Zukunft wünscht.

Es war der grösste Skandal in der Geschichte der Miss Schweiz: Im März 2018 wurde Jastina Doreen Riederer offiziell zur schönsten Frau der Nation erkoren. Doch während ihres Amtsjahres wurde ihr von einem Tag auf den anderen und nur sechs Wochen vor dem Ende der Titel aberkannt. Was folgte, waren mediale Streitereien um Vertragsvereinbarungen, Lohnzahlungen und bis vor kurzem andauernde Gerichtsverhandlungen. Das Drama um die Krone bewog die heute 24-Jährige schliesslich dazu, ihr Leben abseits der Öffentlichkeit weiterzuführen – bis jetzt!

Am Donnerstagabend zeigte sich die Aargauerin an der Verleihung der Swiss Influencer Awards erstmals wieder seit vier Jahren an einer öffentlichen Veranstaltung. «Mir geht es gut», sagt sie zu 20 Minuten mit einem breiten Lachen und sichtlich geerdet. «Ich geniesse den Abend sehr. Es ist schön, so viele Freunde und Bekannte wiederzusehen.» Die vergangenen Monate und Jahre seien für sie nicht einfach gewesen. Sie habe viel Ruhe und sogar ärztliche Hilfe gebraucht, um sich von den Geschehnissen zu erholen und diese zu verarbeiten. Dankbar meint sie: «Dass ich so gute Leute um mich hatte, die mich in dieser Zeit unterstützt hatten, stimmt mich unendlich glücklich.»

Hast du das Drama um Jastina Doreen mitbekommen?

Motivation, sich wieder an einem Event zu zeigen, habe Jastina ein gewonnenes Gerichtsverfahren gegen die Miss-Schweiz-Organisation gegeben: «Meine Klage beim Arbeitsgericht wurde gutgeheissen. Die Firma ging bekanntlich Ende 2020 Konkurs und ich habe inzwischen meinen Anteil aus der Konkursmasse erhalten», erzählt sie und zeigt sich erleichtert: «Ich bin froh, dass alles so gekommen ist und wir ein funktionierendes und faires Rechtssystem haben. Gleichzeitig bin ich stolz, dass ich so lange durchgehalten habe.» Ihr Missen-Ende sei zwar unschön gewesen, doch sie habe viel daraus gelernt. «Heute fühle ich mich reifer, erwachsener und sicherer. All das Erlebte hat mich geformt und zu dem selbstbewussten Menschen gemacht, der ich heute bin.»

Jastina liebt ihr neues Leben

Die Zeit abseits des Rampenlichts habe sie genutzt, um die Welt zu bereisen, sich im Medizinbereich weiterzubilden und in diesem Arbeitsumfeld Fuss zu fassen. Mittlerweile sei sie auch von daheim ausgezogen, habe sich einen «Kraftort» geschaffen und geniesse ihr ruhiges Leben, das sie sich als Privatperson aufgebaut habe, mit ihren «Liebsten». Ist da etwa auch die Rede von einem Mann? «Mein Privatleben ist und bleibt privat», winkt sie ab. Diese klare Trennung sei ebenfalls ein Learning aus der Vergangenheit. 

Trotz der negativen Erfahrungen hat sie ihren Traum von der Bühne nie begraben und nebenbei entsprechend weiterverfolgt: «Ich hatte auch in den letzten Jahren immer mal wieder Moderations- und Modelaufträge», sagt die einstige Schönheitskönigin. Diese habe sie primär im Ausland wahrgenommen. Engagements in der Schweiz schliesse sie nicht aus, würde sie aber «nur selektioniert» annehmen. «Moderationen sind meine Passion und bereiten mir grosse Freude, das ist nach wie vor geblieben», meint sie und hegt für die Zukunft einen Wunsch: «Ich will einfach als Jastina wahrgenommen werden, denn auch ohne Titel bin ich eine Person.»

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