Forschungsergebnis: Fühlen Sie sich sexy? – So bekommen Sie es hin

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ForschungsergebnisFühlen Sie sich sexy? – So bekommen Sie es hin

Wenn es um erotische Anziehungskraft geht, ist die Zufriedenheit mit dem eigenen Erscheinungsbild wichtig. Aber es gibt noch Entscheidenderes.

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Heiss, sexy, anziehend – so möchte sich wohl jeder von Zeit zu Zeit fühlen. Wie man das am besten anstellt, haben Forscher der Deakin University in Melbourne untersucht. Ihr Fazit: Es hat nicht – wie oft vermutet – einzig mit dem körperlichen Erscheinungsbild zu tun.

Das Team um die Psychologinnen Natalie Amos und Marita McCabe befragte für die Studie rund 3000 Männer und Frauen unterschiedlicher sexueller Orientierung dazu, an welchen Kriterien sie ihre sexuelle Attraktivität festmachen.

Körperliches Selbstwertgefühl

Dabei zeigte sich, dass für beide Geschlechter gleich welcher sexuellen Orientierung wichtig ist, sich wohl in ihrem Körper zu fühlen (körperliches Selbstwertgefühl). Damit spielen Figur, Gewicht und Kondition eine grosse Rolle, wie die Forscher im «Journal of Sex» schreiben.

Doch es gibt auch Unterschiede: So ist ein guter Körper für schwule Männer wichtiger als für heterosexuelle. Das könnte daran liegen, dass Letztere darauf zählen, dass für Frauen nicht allein der Waschbrettbauch, sondern auch die inneren Werte zählen. Bei heterosexuellen und lesbischen Frauen zeigte sich dieser Unterschied nicht.

Dominant und darum attraktiv

Weiter fanden Amos und McCabe heraus, dass auch die Geschlechtsrollen relevant für die Wahrnehmung der eigenen Attraktivität ist: Wer sich männliche Attribute wie Dominanz oder emotionale Belastbarkeit zuschreibt, empfindet sich im Schnitt als sexuell attraktiver. Ein Umstand, der besonders auf heterosexuelle Männer und lesbische Frauen zutrifft.

Eher weibliche Merkmale wie Mitgefühl und Fürsorge sorgen hingegen nur in den Augen heterosexueller Männer für einen kleinen Attraktivitätszuwachs bei sich selbst – wohl weil diese Männer davon ausgehen, dass Frauen auf harte Kerle stehen, die mitfühlen können.

Gut im Bett ist mehr als nur nett

Als noch wichtiger entpuppte sich aber das sogenannte sexuelle Selbstwertgefühl, also die Zufriedenheit mit sich selbst als Sexualpartner. Für alle Studienteilnehmer war dies ein wichtiger, für heterosexuelle Frauen und schwule Männer sogar der wichtigste Faktor überhaupt.

Bei der Frequenz des Sexes sind Männer und Frauen geteilter Meinung. Während regelmässige Kopulation sowohl von hetero- als auch homosexuellen Männern als kleiner Attraktivitätsbooster verstanden wird, ist Frauen die Häufigkeit egal. Um sich sexy zu fühlen, zählt für sie eher die Qualität denn die Quantität.

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