Aktualisiert 09.08.2015 08:48

Berner Label

Fünf Berner Jungs auf dem Weg zum Erfolg

Vom Keller raus in die ganze Schweiz: Mit coolen Motiven wollen die Jungs von Basement Print durchstarten und T-Shirts an die breite Masse bringen.

von
Nadine Ellis
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Nick Scheidegger (20), Leonard Kiener (20), Noel Strahm (19), Lois Siegenthaler und Noé Balsiger (20) (v.l.n.r) starten mit ihrem Label Basement Print durch. Zu Beginn bedruckten sie die T-Shirts im Siebdruckverfahren noch im eigenen Keller - so entstand auch der Name des jungen Labels.

Nick Scheidegger (20), Leonard Kiener (20), Noel Strahm (19), Lois Siegenthaler und Noé Balsiger (20) (v.l.n.r) starten mit ihrem Label Basement Print durch. Zu Beginn bedruckten sie die T-Shirts im Siebdruckverfahren noch im eigenen Keller - so entstand auch der Name des jungen Labels.

zvg
Inzwischen lassen sie die Shirts bedrucken, da die Aufträge die eigenen Kapazitäten übersteigen. Das Motto der fünf jungen Männer: «Wir wollen preisgerechte Kleidung machen.»

Inzwischen lassen sie die Shirts bedrucken, da die Aufträge die eigenen Kapazitäten übersteigen. Das Motto der fünf jungen Männer: «Wir wollen preisgerechte Kleidung machen.»

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Auffällige Prints, die einem nicht mehr aus dem Kopf gehen: Ein Indianerkopf mit riesigem Federschmuck und ein Berner Bär prangen auf den T-Shirts, Sweatshirts und Turnbeuteln des Labels Basement Print. Basement Print sind fünf Berner Jungs zwischen 19 und 20, die ihre Kleidung mit selbst designten Motiven an ein breites Publikum bringen möchten.

Alles begann mit Lois Siegenthalers Leidenschaft fürs Zeichnen. Der Schreiner war schon immer sehr kreativ. «In seinem Zimmer ist alles voll von seinen Bildern», berichtet Leonard Kiener, der für das Marketing von Basement Print verantwortlich ist. Mit der Zeit wuchs der Wunsch, die selbst entworfenen Motive auch zu drucken.

Erste Prints im heimischen Keller

Die ersten eigenen Siebdrucke der Gruppe entstanden bald darauf im heimischen Keller mit Hilfe von selbst gebauten Druckrahmen. Dies brachte die Jungs dann auch auf den Namen Basement Print. Beim Siebdruck lief jedoch nicht immer alles rund: «Die Druckweise ist nicht sehr effektiv und die Fehlerquote ist gross», erklärt Kiener.

Durch positives Feedback von Freunden und Bekannten ermutigt, begann Basement Print, die T-Shirts kommerziell zu vermarkten und an eine breiteres Publikum zu bringen. Der Stein kam ins Rollen und es folgten im vergangenen Jahr ein eigener Online-Shop und ein Auftritt auf Facebook. «Es läuft aber immer noch sehr viel durch Mund-zu-Mund-Propaganda. Die Schwierigkeit besteht darin, die Leute dann auf unsere Homepage weiterzuleiten», so Kiener.

50 Bestellungen pro Monat

Finanziert hat das Kollektiv sein Projekt mit selbst erarbeitetem und erspartem Geld. Mittlerweile werden rund 50 Bestellungen pro Monat in ihrem Online-Shop aufgegeben. «Damit sind unsere eigenen Kapazitäten überschritten, wir mussten den Druck inzwischen nach England auslagern», erzählt Kiener. Die maximale Kapazität liege aber bei 200 Drucken pro Monat und sei demnach noch nicht ausgeschöpft. «Was wir uns jedoch nicht nehmen lassen, ist, die Limited Editions noch selbst herzustellen», so Kiener. Auch werden neue Motive noch an der eigenen Maschine getestet und erst bei einem überzeugenden Resultat ausgelagert.

Um sich für den Ansturm zu wappnen, haben die fünf Berner die Kompetenzen aufgeteilt: Schreiner Lois Siegenthaler, der Basement Print zusammen mit Nick Scheidegger gegründet hat, ist zuständig fürs Design und für die künstlerische Leitung. Zimmermann Scheidegger, die angehenden Studenten Noé Balsiger und Noel Strahm und Kaufmann Leonard Kiener, die später zu Basement Print stiessen, kümmern sich jeweils um Produktion, Vertrieb, Kundensupport, Marketing, Web-Design, Buchhaltung und Logistik.

«Preisgerechte Kleidung an eine breite Masse bringen»

Langfristig will Basement Print die Shirts regional drucken lassen. Dies sei aber mit dem momentanen Budget noch nicht möglich, da die Preise in der Schweiz höher seien als bei der Firma in England. Einen ersten Erfolg konnten die Berner Jungs aber bereits verbuchen: Es gelingt ihnen mittlerweile mehr oder weniger, ihre Kosten durch den Verkauf ihrer Mode zu decken.

Daher würden die Jungs es auch begrüssen, bald mit ihrem Equipment einen grösseren Raum beziehen zu können. Das Ziel von Basement Print sei noch nicht, einen grossen Profit zu erwirtschaften. «Viel wichtiger ist es uns, unsere Kleidung an eine breitere Masse zu bringen», betont Kiener.

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