Fünf Bombenladungen in Istanbul entdeckt
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Fünf Bombenladungen in Istanbul entdeckt

Mehr als einen Monat nach den verheerenden Selbstmordanschlägen von Istanbul hat die türkische Polizei laut Medienberichten fünf fertige Bombenladungen im Keller eines Hauses in Istanbul aufgespürt.

Das in zwölf Säcken sichergestellte Kaliumnitrat hätte ausgereicht, um fünf weitere Autobomben zu präparieren, berichtete die türkische Zeitung «Sabah» am Dienstag. Insgesamt gab es nach türkischen Medienberichten bei Razzien 17 Festnahmen.

Bei den Anschlägen auf zwei Synagogen sowie das britische Generalkonsulat und eine britische Bank, bei denen am 15. und 20. November 62 Menschen getötet und mehr als 750 verletzt wurden, hatten islamistische Terroristen ebenfalls Düngemittel für die Bomben benutzt.

Weiter Anschläge geplant

Die zwölf Säcke Kaliumnitrat, Sprengstoff und Zündvorrichtungen wurden bei einer Razzia entdeckt, nachdem ein inhaftiertes mutmassliches Mitglied der Verschwörer «ausgepackt» hatte, berichteten «Sabah» und der Nachrichtensender NTV. Nach seinen Aussagen waren weitere Anschläge geplant.

Angesichts des Fahndungsdrucks seien die Bomben jedoch versteckt worden und die verbliebenen Mitglieder der Terrorzelle in den Untergrund gegangen. Im Zusammenhang mit der Razzia wurden zwölf Personen festgenommen.

Bei einer Polizeioperation in der mittelanatolischen Stadt Konya gab es nach Berichten fünf Festnahmen. Darunter soll sich auch ein Führungsmitglied der türkischen Zelle befinden, die ihre Aufträge nach Aussagen zuvor gefasster Mitglieder vom Terrornetzwerk El Kaida entgegengenommen

Anschläge in Irak

Die Zeitung «Zaman» berichtete, die türkische Polizei habe die US-Behörden darüber unterrichtet, dass türkische Mitglieder des El- Kaida-Netzwerks von Osama bin Laden Attentate in der irakischen Stadt Tikrit verüben könnten.

Drei im Zusammenhang mit den Istanbuler Anschlägen gesuchte Türken hätten sich zu diesem Zweck über Syrien nach Irak abgesetzt. Die Polizei habe den zuständigen US-Stellen die Namen und die Phantombilder der drei Verdächtigen zukommen lassen. (dapd)

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