Kleines Happy-End: Fünf der verschwundenen Schafe sind zurück
Aktualisiert

Kleines Happy-EndFünf der verschwundenen Schafe sind zurück

Fünf der sieben Schafe der seltenen Rasse Saaser Mutten, die vor etwas über einer Woche von einer Weide im Kanton Solothurn gestohlen wurden, sind unverletzt wieder aufgetaucht.

von
ct
1 / 3
Am vorletzten Wochenende wurden im Guldental sieben wertvolle Schafe entwendet. Die Saaser Mutten sind eine bedrohte Schweizer Rasse, die Tiere waren alle handzahm.

Am vorletzten Wochenende wurden im Guldental sieben wertvolle Schafe entwendet. Die Saaser Mutten sind eine bedrohte Schweizer Rasse, die Tiere waren alle handzahm.

www.ufembodehof.ch
Nun sind fünf von sieben Schafen wieder auf der abgezäunten Weide aufgetaucht.

Nun sind fünf von sieben Schafen wieder auf der abgezäunten Weide aufgetaucht.

Kapo Solothurn
Besitzer Roland Zweifel glaubt weiterhin an einen Diebstahl:«Vielleicht hat jemand kalte Füsse bekommen und hat die Schafe zurück gebracht. Die ganze Geschichte ist absolut mysteriös.»

Besitzer Roland Zweifel glaubt weiterhin an einen Diebstahl:«Vielleicht hat jemand kalte Füsse bekommen und hat die Schafe zurück gebracht. Die ganze Geschichte ist absolut mysteriös.»

www.ufembodehof.ch

Am Sonntag vor einer Woche waren sieben Saaser Mutten von der Weide des Archehofes uf em Bode in Ramiswil im solothurnischen Guldenthal verschwunden. Nun sind fünf davon wieder zurück. Sie standen am Montag auf der Weide des Besitzers. «Leider fehlt vom Bock und dem Leitschaf noch immer jede Spur», sagt Besitzerin Esther Müller zu 20 Minuten. «Das Leitschaf war am längsten bei uns und ist mir besonders ans Herz gewachsen.»

Seltenes Genmaterial

Aber auch der verschwundene Bock sei ein herber Verlust: «Es ist nicht nur das Tier, das verloren ging, sondern auch sein kostbares Genmaterial.» Gut 400 Tiere der Rasse Saaser Mutten würden noch existieren. Esther Müller und ihr Partner Roland Zweifel versuchen zusammen mit anderen Züchtern, die Rasse vor dem Aussterben zu bewahren.

Die trächtigen Schafe sollten in wenigen Wochen ihren Nachwuchs zur Welt bringen: «Wir hoffen, dass sie die Jungen nicht verloren haben», so Müller. Schlechtes Fressen oder viel Stress könnten zu einer Totgeburt führen: «Wir haben ja keine Ahnung, was die Tiere in den letzten Tagen alles erlebt haben.» Ein erstes Abtasten stimme sie jedoch zuversichtlich.

Die Suche nach den beiden weiterhin vermissten Schafen wird dennoch fortgesetzt, wie die Kantonspolizei Solothurn am Dienstag mitteilte. Wie die Tiere wieder zum Besitzer gelangt sind, stehe noch nicht fest. Erkenntnisse würden in die derzeit laufenden Ermittlungen einbezogen.

«Absolut unerklärlich»

Bauer Roland Zweifel sagte zu SRF, die Tiere seien «etwas durcheinander, aber wohlauf». Wie die Schafe auf die Weide zurück gekommen sind, weiss er nicht. «Der Zaun steht unter Strom, alles ist abgeschlossen.»

Die Sache sei für ihn absolut unerklärlich. Zweifel glaubt aber weiterhin an einen Diebstahl. «Vielleicht hat jemand kalte Füsse bekommen und die Schafe zurück gebracht. Aber das sind nur Spekulationen. Die ganze Geschichte ist absolut mysteriös.»

Als die Tiere verschwanden, hatte er geglaubt, dass die Schafe wegen des Fleischs geschlachtet würden.

Gestohlen, nicht entwischt

Unbekannte hatten die sieben Schafe am 10. September von einer Weide zwischen Ramiswil und Schelten im Passwang-Gebiet gestohlen. Zum Zeitpunkt des Verschwindens waren die Gatter der Weide verschlossen, der Zaun war unbeschädigt. Die Polizei ging deshalb nicht von einem Entwischen aus. Die Tierdiebe verwendeten gemäss Polizei für den Abtransport ein Fahrzeug. Der Wert der Tiere beläuft sich auf mehrere tausend Franken. Zudem haben die Tiere auch noch einen anderen Wert, nämlich ihre seltene Genetik. (ct/sda)

Deine Meinung