Fünf Fakten, die in «Spencer» auf der wahren Geschichte Dianas basieren
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Royal-DramaFünf Fakten, die in «Spencer» auf der wahren Geschichte Dianas basieren

Am Donnerstag kommt der viel diskutierte Film mit Kristen Stewart in der Hauptrolle als Prinzessin Diana endlich in die Schweizer Kinos. Hier ein Realitätscheck zum Inhalt.

von
Stephanie Vinzens

Der Trailer zu «Spencer».

DCM

Darum gehts

  • Am 13. Januar kommt «Spencer» in die Schweizer Kinos.

  • Das Royal-Drama unter der Regie von Pablo Larraín (45) spielt Weihnachten 1991 auf dem königlichen Landsitz Sandringham.

  • Kristen Stewart (31) spielt die Hauptrolle der 1997 verstorbenen Prinzessin Diana – und brilliert Kritiken zufolge darin.

  • Unten erfährst du, welche im Film gezeigten Begebenheiten wirklich wahr sind.

Ab Donnerstag läuft das Royal-Drama «Spencer» endlich in den Schweizer Kinos an. Kristen Stewart (31) verkörpert darin äusserst überzeugend während knapp zwei Stunden eine zutiefst unglückliche Prinzessin Diana, die während qualvoller Weihnachtsfeiertage auf dem Anwesen Sandringham beschliesst, sich von Prinz Charles scheiden zu lassen. Regisseur Pablo Larraíns Interpretation dieser Ereignisse ist laut Vorspann als eine Art «Fabel, basierend auf einer wahren Tragödie» zu verstehen. Wir verraten dir, welche im Film gezeigten Begebenheiten der Realität entsprechen.

Diana hasste Weihnachten auf Sandringham

In «Spencer» wird gezeigt, wie sehr Lady Di die Besuche bei den königlichen Weihnachtsferien verabscheute und die Zusammentreffen als Qual empfand. Und tatsächlich soll es der Prinzessin von Wales zu ihren Lebzeiten so ergangen sein. Mehrere Quellen haben in den vergangenen Jahren beschrieben, wie Diana das gemeinsame Weihnachtsfest mit der royalen Familie empfand. Ken Wharfe, der zwischen 1989 und 1993 als ihr persönlicher Bodyguard arbeitete, gab gegenüber «People» an, dass die Feierlichkeiten für Diana jeweils «die Hölle» gewesen seien. Ihrem Biografen Andrew Morton, der das Buch «Diana: Her True Story» schrieb, erzählte sie, dass sie «es gehasst» habe, dorthin zu fahren, ihm zufolge versuchte sie 1982 in Sandringham gar Suizid zu begehen.

Hast du oder hat jemand, den du kennst, Suizidgedanken? Oder hast du jemanden durch Suizid verloren?

Hier findest du Hilfe:

Pro Mente Sana, Tel. 0848 800 858

Seelsorge.net, Angebot der reformierten und katholischen Kirchen

Muslimische Seelsorge, Tel. 043 205 21 29

Angehörige.ch, Beratung und Anlaufstellen

Dargebotene Hand, Sorgen-Hotline, Tel. 143

Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147

Sie litt unter Bulimie

Der Film mit Kristen Stewart in der Hauptrolle thematisiert Dianas Kampf mit Bulimie und Selbstverletzung. Sogar Szenen, in denen Diana sich im Badezimmer übergibt, sind zu sehen. Dass Diana wirklich jahrelang unter Bulimie litt, ist mittlerweile gut dokumentiert. So sprach sie in späteren Jahren auch in Interviews offen darüber. In Andrew Mortons Buch wird etwa beschrieben, dass ihre Essstörungen eine Woche nach der Verlobung mit Prinz Charles begannen. «Mein Mann legte seine Hand auf meine Taille und sagte: ‹Oh, ein bisschen pummelig hier, nicht wahr?› und das löste etwas in mir aus», zitiert Morton Diana. Charles Affäre mit seiner heutigen Frau, Herzogin Camilla (heute 74), habe ihre Bulimie weiter befeuert. «Nun, wir waren zu dritt in dieser Ehe, also war es ein bisschen voll», sagte sie in ihrem legendären BBC-Interview für die Sendung «Panorama». Das Bekanntwerden seiner Untreue habe in ihr «zügellose Bulimie» ausgelöst.

Sie verbrachte gern Zeit mit dem Personal

Der ehemalige Royal-Küchenchef, Darren McGrady, der auch im Film eine wichtige Rolle spielt, sagte gegenüber «Insider», dass Diana jeweils zu ihm in die Küche gekommen sei, um mit ihm zu plaudern – und ihm gar einen Kaffee anzubieten. «Wenn die Queen in die Küche kam, stand man aus Respekt stramm. Aber wenn Prinzessin Diana in die Küche kam, sagte sie: ‹Ich brauche einen Kaffee. Ich werde ihn selbst machen. Ich werde dir auch einen machen›», erinnert sich McGrady. Dabei habe sie etwa von ihren Söhnen erzählt oder ihn zu seinem Dating-Leben ausgefragt.

Sie ist in Sandringham aufgewachsen

«Spencer» spielt auf dem königlichen Anwesen Sandringham Estate. Ein Ort im ländlichen Norfolk, auf dem es nebst der Hauptliegenschaft der Royals noch weitere Häuser gibt. Eines davon ist das Park House, das einst von Edward John Spencer, 8th Earl Spencer, gemietet wurde – Dianas adeligem Vater. So hat sie tatsächlich die ersten 14 Jahre ihres Lebens ganz in der Nähe der später verhassten Weihnachts-Residenz verbracht. Auch Besuche ihrer Familie bei den Windsors habe es damals gegeben, doch diese lehnte die spätere Prinzessin von Wales immer ab. «Wir wurden in den Ferien immer nach Sandringham geschoben. Wir sahen uns den Film ‹Chitty Chitty Bang Bang› an. Wir haben es so sehr gehasst», verriet sie in Andrew Mortons Biografie.

Diana und Charles trennten sich 1992

Im Film wird gezeigt, dass Lady Di an Weihnachten 1991 den Entschluss fasste, sich von Prinz Charles zu trennen. In der Realität war es jedoch so, dass Diana mit Charles’ Entscheidung, sich scheiden zu lassen, einverstanden war. Demnach war es ein gemeinsamer Entschluss. 1995 sagte sie in einem Interview über ihre Gefühle nach der Trennung, dass sie «tiefe, tiefe, tiefe Traurigkeit» verspüre, da sie beide sich bemühten, die zerrüttete Ehe am Laufen zu halten. Fakt ist: Es war das letzte Mal, dass sie Weihnachten als Paar verbrachten. Die Eheleute trennten sich tatsächlich im Dezember 1992 offiziell – einen Monat, nachdem Details zur langjährigen Affäre von Charles und Camilla an die Öffentlichkeit gelangt waren.

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