Aktualisiert 28.03.2014 15:04

MH370

Fünf Flugzeuge entdecken farbige «Objekte»

Die Suche nach der verschollenen Maschine der Malaysia Airlines wird nordöstlich fortgesetzt. Fünf Flugzeuge haben jetzt mehrere farbige Gegenstände gefunden. Ein Schiff ist auf dem Weg.

Möglicherweise ist die seit Anfang März vermisste malaysische Maschine schon früher abgestürzt als bislang angenommen. Flugzeuge und Schiffe suchen nun ein kleineres Gebiet näher an Australien ab. Aus der Luft wurden bereits wieder Objekte im Wasser gesichtet.

Eine neue Spur gibt den Ermittlern bei der Suche nach der vermissten Boeing der Malaysia Airlines Hoffnung. Mehrere Flugzeuge sichteten am Freitag im neuen Suchgebiet weitere im Meer treibende verschiedenfarbige Objekte, wie die australische Behörde für Seesicherheit Amsa per Twitter mitteilte. Ob es sich dabei tatsächlich um Wrackteile von Flug MH370 handle, könne aber voraussichtlich erst am Samstag bestimmt werden. Sämtliche Hinweise auf bisher im Indischen Ozean gesichtetes Treibgut erwiesen sich den Angaben zufolge als falsche Fährte.

Fünf Flugzeuge haben «Objekte» gesichtet

Insgesamt zehn Flugzeuge waren in der zuletzt eingegrenzten Region im Einsatz, mindestens fünf sichteten Treibgut. Das australische Schiff HMAS Success sei in die Gegend geschickt worden, um der Spur nachzugehen. Es sollte Samstagmorgen eintreffen. Auch ein chinesisches Patrouillenboot, die Haixun 01, war unterwegs.

Zuvor hatte Amsa das Suchgebiet aufgrund neuer Hinweise zum möglichen Absturzort um etwa 1100 Kilometer nach Norden verlegt. Das neue Suchgebiet ist mit 319 000 Quadratkilometern etwa so gross wie Polen und befindet sich den Angaben zufolge etwa 1850 Kilometer westlich von Perth. Bislang wurde rund 2500 Kilometer südwestlich der australischen Stadt gesucht.

Flugzeug flog schneller als bisher angenommen

Die neue Spur habe sich aus Auswertungen eines internationalen Ermittlerteams in Malaysia ergeben, hiess es. Demnach zeigte die Überprüfung der Radardaten, dass das Flugzeug schneller als bislang angenommen flog. Das habe zu einem erhöhten Treibstoffverbrauch und damit zu einem vermutlich früheren Absturz geführt, erklärte Amsa.

Der malaysische Verteidigungsminister Hishammuddin Hussein warnte, das neue Gebiet bleibe eine Herausforderung. Amsa-Chef John Young erklärte, die Gegend sei nun einfacher zu erreichen und daher hätten die Flugzeuge mehr Treibstoff und folglich mehr Zeit für die effektive Suche. Auch das Wetter dürfte besser sein. Die Meerestiefe in dem neuen Gebiet liegt zwischen 2000 und 4000 Metern, doch gibt es mehrere Seegräben, die deutlich tiefer sein können.

Nicht ungewöhnlich, das Suchgebiet zu ändern

Die Maschine der Malaysia Airlines war am 8. März auf dem Flug von Kuala Lumpur nach Peking verschwunden. Mittlerweile gehen die Behörden davon aus, dass das Flugzeug abgestürzt ist und die 239 Insassen tot sind.

In der vergangenen Woche hatten Ermittler auf japanischen, französischen und thailändischen Satellitenaufnahmen Objekte im bisherigen Suchgebiet entdeckt. Diese Gegenstände stammten jedoch nicht von dem Flugzeug, erklärte Young nun.

Das Suchgebiet zu ändern sei bei einem solchen Einsatz überdies nicht ungewöhnlich, rechtfertigte er und machte deutlich, dass die vorherigen Ermittlungen für ihn keine Zeitverschwendung gewesen seien. (sda)

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