Rumänische Frauen: Fünf Freier pro Tag in Saunaclub
Aktualisiert

Rumänische FrauenFünf Freier pro Tag in Saunaclub

582 Prostituierte waren im November in Basel gemeldet – mehr als je zuvor. Viele der neuen Frauen kommen aus Osteuropa. 20 Minuten hat zwei getroffen.

von
Denise Dollinger
Die Rumäninnen Flori und Loredana arbeiten in Basel als Dirnen. (Foto: dd)

Die Rumäninnen Flori und Loredana arbeiten in Basel als Dirnen. (Foto: dd)

Flori und Loredana sind aus Rumänien. Nach Basel kam Flori vor eineinhalb Jahren – kurz darauf begann sie ihren Job im FKK-Sauna-Club. «Zuhause hab ich in einer Geldwechselstube gearbeitet, das ging hier nicht. Also rief ich im Club an. Seither bin ich hier», erzählt die 24-Jährige. Ihre Kollegin Loredana ist erst seit einem halben Jahr in der Stadt. In Rumänien arbeitete sie als Coiffeuse – hier stieg sie direkt ins Sexgeschäft ein.

Der Wechsel war nicht nur einfach. «Jeder Job ist am Anfang hart», sagt die 25-Jährige. Pro Tag bedienen die beiden Frauen je rund fünf Kunden und arbeiten vier bis sechs Tage in der Woche. «Das Schöne am Club ist, dass wir die Arbeit selber einteilen können und dass es sauber ist», sagt Flori. Auf der Strasse anzuschaffen käme für sie nie in Frage. «Das ist viel zu gefährlich.»

Die beiden verdienen ihr Geld aber nicht nur in Basel. «Wir sind mal zwei Monate hier, dann wieder in Deutschland oder in Rumänien», sagt Loredana. Mit 70 Fr. pro halbe Stunde verdiene man hier halt sehr gut. Zum Vergleich: In Rumänien kommt man mit derselben Tätigkeit auf 250 Franken monatlich.

Dass die Frauen nicht 365 Tage am selben Ort arbeiten, kommt auch den Betreibern entgegen. Der Club sei mit bis zu 60 Gästen am Tag sehr gut besucht. «Im Durchschnitt bleibt ein Kunde zweieinhalb Stunden und geht mehrmals mit Frauen aufs Zimmer», sagt ein Mitarbeiter vom FKK-Sauna-Club. Es sei wichtig, dass die Besucher Abwechslung hätten.

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