17.07.2014 08:38

Endlich Fussball!

Fünf Gründe, sich auf die Super League zu freuen

Eben war noch WM, am Samstag startet bereits die Super League. Zu früh? Mitnichten! Fünf Gründe, warum wir uns auf den Saisonstart freuen dürfen.

von
Sandro Compagno

1. Endlich wieder richtig Fussball

Vorbei die Zeiten, als sich Fans vor die Glotze drängelten oder im Public Viewing aus einer Entfernung von 10'000 Kilometern zusahen, wie die Nati-Stars spielten. Ab sofort wird wieder mit Hunderten von Gleichgesinnten im Stadion mitgefiebert. Brügglifeld statt Maracanã - mittendrin statt nur dabei.

2. Der frühe Meisterschaftsstart ergibt Sinn

Dann nämlich, wenn sich die Schweizer Klubs wieder international bewegen. Gut, für den FC Luzern, der sich schon in der 2. Qualifikationsrunde zur Europa League befindet, stimmt das nur bedingt. Aber oft geht im Geschnöde über den frühen Meisterschaftsstart vergessen, dass einer der Hauptgründe das internationale Geschäft ist. Die Schweizer Klubs erhalten in der Qualifikation einen nicht zu unterschätzenden Wettbewerbsvorteil. Und seien wir ehrlich: Was gibt es Schöneres als Fussballgucken in Flip-Flops, Shorts und einem Bier in der Hand? Der Winter kommt noch früh genug.

3. Die Schweizer Meisterschaft verspricht spannend zu werden

Die Spannung ist vor allem dem FC Basel geschuldet. Denn der FCB startet mit einigen Fragezeichen in die Saison: Hat der neue Trainer Paulo Sousa seine Ideen der Mannschaft schon vermitteln können? Wie verkraftet der Klassenprimus die Abgänge von Teamstützen wie Valentin Stocker und Yann Sommer? Schlagen die Neuen wie Derlis Gonzalez und Yoichiro Kakitani ein?

4. Die Fussball-Laien steigen aus

Alle vier Jahre interessiert sich jeder für Fussball. Mit Folgen: Der Autor musste am letzten Sonntag während des WM-Finals die Abseitsregel erklären. Schlimm! Das hat nun ein Ende: Wer sich an einem regnerischen Novemberabend einen Kracher wie Vaduz - Thun antut, kennt die Offside-Regel.

5. Es braucht eine Ersatzdroge

Ja, diese WM war wie ein Drogentrip: Erst fuhr sie heftig ein, emotional, überraschend, manchmal vielleicht etwas verstörend (nicht wahr, Signore Prandelli?) - aber sehr aufregend. Dann stellte sich eine gewisse Gewöhnung ein, aber man brauchte das Zeug, täglich und in steigender Dosis. Erst ein Achtel-, dann schon ein Viertel-, ein Halb- und schliesslich sogar ein ganzer Final. Und jetzt? Plötzlich ist nichts mehr da von der Droge namens Weltklasse-Fussball. Gut, gibt es die Super League, sie ist die Ersatzdroge. Methadon statt Heroin - oder etwas softer: Nicotinell statt Marlboro.

Fehler gefunden?Jetzt melden.