Schmerikon SG - Fünf Hunde sterben wegen Blaualgen 
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Schmerikon SGFünf Hunde sterben wegen Blaualgen

Der Tod von fünf Hunden veranlasste einen Tierarzt, Proben aus einer Pfütze im Aabach-Delta zu entnehmen. Der Verdacht auf Blaualgen bestätigte sich. Das Gewässer soll bis auf Weiteres vermieden werden.

von
Leo Butie
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In Schmerikon sind fünf Hunde an einer Blaualgen-Vergiftung gestorben. (Symbolbild)

In Schmerikon sind fünf Hunde an einer Blaualgen-Vergiftung gestorben. (Symbolbild)

imago images / blickwinkel
Der Tierarzt nahm eine Probe des Wassers im Aabachdelta und schickte diese an das Amt für Wasser und Energie des Kantons St. Gallen. (Symbolbild)

Der Tierarzt nahm eine Probe des Wassers im Aabachdelta und schickte diese an das Amt für Wasser und Energie des Kantons St. Gallen. (Symbolbild)

AVSV / Kantonales Labor
Gemäss einer Mitteilung der Gemeinde Schmerikon beinhaltete die Probe ein Toxin der Blaualgen. (Symbolbild)

Gemäss einer Mitteilung der Gemeinde Schmerikon beinhaltete die Probe ein Toxin der Blaualgen. (Symbolbild)

imago/blickwinkel

Darum gehts

  • Im Aabachdelta, in der Gemeinde Schmerikon SG, sind fünf Hunde zu Tode gekommen.

  • Wegen des Erscheinungsbildes wurden Blaualgen verdächtigt.

  • Wasserproben aus einer Pfütze im Aabach bestätigten den Verdacht.

  • Hundehalter sollen bis Mitte August das Aabachdelta und das Seeufer meiden.

In der Gemeinde Schmerikon SG fanden in den letzten Tagen fünf Hunde den Tod. Gemäss der «Südostschweiz» war es für den Tierarzt Kurt Raymann aus Uznach SG schnell klar: Die Symptome der Hunde deuteten auf eine Vergiftung mit dem Gift von Blaualgen hin. Der Tierarzt entnahm am Samstag eine Probe des Wassers aus einer Pfütze am Aabachdelta und sendete diese an das Amt für Wasser und Energie des Kantons St. Gallen.

Die Probe wurde anschliessend durch das zuständige Amt des Kantons ausgewertet. Gemäss einer Mitteilung der Gemeinde Schmerikon beinhaltete die Probe ein Toxin der Blaualgen. «Das überrascht, da die Wetterverhältnisse für die Bildung von Blaualgen ungünstig waren», schreibt die Gemeinde. Auch auf den Bildern, die die Gemeinde im Auftrag des Kantons aufnahm, habe man am Seeufer keine Hinweise auf Blaualgen gesehen.

Keine Gefahr für Menschen

Auch für Menschen kann das Toxin der Blaualgen eine schädliche Wirkung haben. «Es kann sein, aber dafür benötigt es höhere Konzentrationen», sagt Pius Kölbener, Kantonschemiker des Kantons St. Gallen. Hunde seien empfindlicher auf das Gift. Wenn man die Algenblüten von blossem Auge erkennen kann, wird es auch für den Menschen gefährlich. Blaualgen gedeihen am besten in stehenden Gewässern und bei hohen Temperaturen. Aus Sicht des kantonalen Labors gäbe es momentan keinen Grund zur Sorge. «Für Badende besteht im Moment keine Gefahr durch Cyanotoxine», so Kölbener.

Wegen des anhaltenden Regens werde nun die Giftkonzentration verdünnt. «Das Amt für Wasser und Energie wird in der ersten Augusthälfte die Situation vor Ort wieder neu beurteilen», heisst es in der Mitteilung weiter. Bis dahin sollten Hundehalter aber das Aabachdelta sowie das Seeufer aus Sicherheitsgründen meiden. Entsprechende Schilder wurden von der Gemeinde angebracht.

Du weisst von einem Tier in Not?

Hier findest du Hilfe:

Feuerwehr, Tel. 118 (Tierrettung)

Polizei, Tel. 117 (bei Wildtieren)

Tierrettungsdienst, Tel. 044 211 22 22 (bei Notfällen)

Schweizerische Tiermeldezentrale, wenn ein Tier entlaufen/zugelaufen ist

Stiftung für das Tier im Recht, für rechtliche Fragen

GTRD, Grosstier-Rettungsdienst, Tel. 079 700 70 70 (Notruf)

Schweizerische Vogelwarte Sempach, für Fragen zu Wildvögeln, Tel. 041 462 97 00

Tierquälerei:

Meldung beim kantonalen Veterinäramt oder beim Schweizer Tierschutz (anonym möglich)

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