09.06.2019 05:00

Klarstellung

Fünf Irrtümer, mit denen die Post aufräumen will

Laut Post halten sich in den Köpfen der Schweizer hartnäckig falsche Vorstellungen vom Unternehmen. Das will sie nun ändern.

von
Dominic Benz
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Die Post steht immer wieder in der Kritik (im Bild: Post-Chef Roberto Cirillo).

Die Post steht immer wieder in der Kritik (im Bild: Post-Chef Roberto Cirillo).

Keystone/Peter Klaunzer
In der Juni-Ausgabe des Kundenmagazins der Post will das Unternehmen mit fünf «irrtümlichen Meinungen» aufräumen.

In der Juni-Ausgabe des Kundenmagazins der Post will das Unternehmen mit fünf «irrtümlichen Meinungen» aufräumen.

Keystone/Christian Beutler
Ein Irrtum sei etwa, dass die Post von Steuergeldern lebe. «Die Post gehört zu 100 Prozent dem Bund. Sie hat von diesem einen klar definierten Grundversorgungsauftrag, den sie allerdings eigenwirtschaftlich erbringt», schreibt die Post.

Ein Irrtum sei etwa, dass die Post von Steuergeldern lebe. «Die Post gehört zu 100 Prozent dem Bund. Sie hat von diesem einen klar definierten Grundversorgungsauftrag, den sie allerdings eigenwirtschaftlich erbringt», schreibt die Post.

Keystone/Christian Beutler

Die Post will bekanntlich bis zum nächsten Jahr rund 600 Postfilialen schliessen. In der Bevölkerung stossen die Pläne auf Unverständnis. In der aktuellen Ausgabe ihres Kundenmagazins wehrt sich das Unternehmen. Es sei ein Irrtum zu glauben, dass die Post ihr Netz abbaue: «Das Postnetz wird transformiert, nicht reduziert.»

Auch mit vier anderen Irrtümern will die Post aufräumen. 20 Minuten hat die vermeintlich falschen Vorstellungen mit Samuel Rutz, Wettbewerbsökonom bei der Denkfabrik Avenir Suisse, genauer angeschaut:

Post ist staatlicher Monopolbetrieb

Das sagt die Post: «Die PTT war dies einst. 1998 wurde diese Verwaltungseinheit des Bundes jedoch aufgelöst. Es entstand die Post, eine selbstständige öffentlich-rechtliche Anstalt, die 2013 zur Aktiengesellschaft wurde. Das Monopol der Post auf der Zustellung von Briefen und Paketen bis 5 Kilogramm wurde schrittweise aufgehoben. Seit 2009 verfügt die Post noch über ein Restmonopol für Inlandsbriefe unter 50 Gramm. Alle anderen Dienstleistungen erbringt die Post in Konkurrenz zu anderen Anbietern auf dem Markt.»

Das sagt der Experte: «Bei den Briefen unter 50 Gramm ist die Post noch immer in ein klassischer Monopolbetrieb. Auch wenn der Paketmarkt vor über zehn Jahren liberalisiert wurde, im Briefbereich hat die Post aufgrund des Restmonopols noch immer einen Marktanteil von rund 80 Prozent. Das Restmonopol ist eigentlich überholt und bringt der Post finanziell nicht mehr allzu viel. Denn die Menschen versenden von Jahr zu Jahr weniger Briefe.»

Post lebt vom Steuerzahler

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