13-Jährige missbraucht: Fünf Jahre Haft für «männliche Lesbe»
Aktualisiert

13-Jährige missbrauchtFünf Jahre Haft für «männliche Lesbe»

Ein ehemaliger Tanzlehrer hatte sich an einem 13-jährigen Mädchen vergangen. Dafür muss er nun fünf Jahre ins Gefängnis.

von
num
Der geständige 55-Jährige wurde zu fünf Jahren Haft verurteilt.

Der geständige 55-Jährige wurde zu fünf Jahren Haft verurteilt.

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Ein 55-jähriger Mann, ein ehemaliger Choreograf der Miss-Suisse-Romande-Wahl und selbsternannte «männliche Lesbe», stand wegen sexueller Handlungen mit Kindern, Vergewaltigung, sexueller Nötigung und Pornografie vor dem Bezirksgericht der Broye.

Der Gerichtspräsident stufte die Aussagen der heute 28-jährigen Frau als glaubhaft ein und verurteilte den Mann zu fünf Jahren Haft, wie die «Freiburger Nachrichten» berichten. Der Zeitung sagte das Opfer nach der Urteilsverkündung: «Das ist mehr, als ich erwartet habe.»

Alkohol- und Drogenprobleme

Der Mann hatte die damals 13-Jährige von 2001 bis 2003 sexuell missbraucht. Der Mann lebte zu diesem Zeitpunkt mit dem Mädchen und deren Mutter zusammen in einer Wohnung im Broyebezirk. Als er bei Mutter und Tochter einzog, hatte er laut eigenen Aussagen ein Burn-out sowie Alkohol- und Drogenprobleme.

Er missbrauchte das Mädchen über einen Zeitraum von drei Jahren. Gemäss 20 Minutes habe es mit Küssen und Streicheln angefangen und endete mit der Einführung von Dildos und Gemüse in den Anus und in die Vagina.

Täter gibt Opfer die Schuld

Der Mann gestand seine Taten, sah sich aber selber ebenfalls als Opfer. Laut seiner Darstellung habe die damals 13-Jährige die Initiative ergriffen. Sie habe das angezettelt, er habe sie nie zu etwas gezwungen. «Ich hätte Schönere haben können.»

Der Gerichtspräsident stufte sein Vergehen als extrem schwer ein, auch wegen der speziellen Praktiken. Die 13-Jährige habe keine Chance gehabt, sich zu wehren. Das Mädchen sei emotional abhängig von dem Mann gewesen. Der Täter wurde auch wegen sexueller Nötigung und Pornografie schuldig gesprochen.

Ob der Mann das Urteil des Bezirksgerichts ans Kantonsgericht weiterzieht, steht noch offen. Bei der Urteilsverkündung zeigte er keine Regung.

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