Genf: Fünf Kilo Koks im Magen
Aktualisiert

GenfFünf Kilo Koks im Magen

Genfer Grenzwächter haben in zwei Fällen über fünf Kilogramm Kokain sichergestellt. Insgesamt hatten sechs Schmuggler versucht, 412 Fingerlinge über die Grenze zu bringen.

In einem Fall hatten vier Autoinsassen 280 Fingerlinge mit Kokain verschluckt und im Magen über die Grenze in die Schweiz schmuggeln wollen. Im zweiten Fall waren es bei zwei Autoinsassen 132 Fingerlinge, wie das Genfer Grenzwachtkommando am Dienstag mitteilte. Die beiden Fälle liegen bereits einige Zeit zurück. Das Grenzwachtkommando informierte erst jetzt nach Abschluss der Ermittlungen darüber.

Am vergangenen 15. August kontrollierte eine mobile Patrouille der Grenzwacht in der Region von Landecy im Kanton Genf ein in Portugal immatrikuliertes Mietfahrzeug. Widersprüchliche Angaben der Insassen weckten das Misstrauen der Grenzwächter, die sich schliesslich zu einer eingehenden Kontrolle des Fahrzeuges und dessen Insassen entschlossen. Dabei wurden zuerst Spuren von Drogen entdeckt.

280 Fingerlinge im Magen

In der Folge wurden die Autoinsassen für Röntgenaufnahmen ins Spital gebracht, wo festgestellt wurde, dass sie Drogen verschluckt hatten. Die vier Autoinsassen schieden schliesslich 280 Fingerlinge mit insgesamt 3,391 Kilogramm Kokain aus.

Am 30. August unterzogen Grenzwächter ein mit zwei Insassen besetztes Auto am Grenzübergang Perly im Kanton Genf einer vertieften Kontrolle. Auch in diesem Fall schöpften die Grenzwächter auf Grund der Angaben und dem Auftreten der beiden Männer Verdacht. Beim anschliessenden Röntgen im Spital kamen bei einem der beiden 57 Fingerlinge und beim anderen 75 Fingerlinge im Magen zum Vorschein. Insgesamt hatten die beiden auf diese Weise versucht, 1,96 Kilogramm Kokain in die Schweiz zu schmuggeln. (dapd)

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