Aktualisiert 11.08.2009 17:00

DeutschlandFünf kleine Mädchen im Sportlager missbraucht

Sexueller Missbrauch im Sportvereins-Zeltlager: Ein 49-jähriger Betreuer soll sich an fünf Mädchen zwischen acht und elf Jahren vergangen haben.

Der Mann habe ein Teilgeständnis abgelegt, teilte das Polizeipräsidium Oberbayern Nord am Dienstag mit. Der Betreuer habe die Mädchen bei Neuburg an der Donau zwischen Montag und Freitag vergangener Woche mit inszenierten Spielen in sein Zelt gelockt. Dort habe er die Kinder aufgefordert, sich auszuziehen und sie missbraucht, sagte ein Polizeisprecher.

Mit Spielen ins Zelt gelockt

Der Mann wurde festgenommen, nachdem der Vater einer betroffenen Achtjährigen Anzeige erstattet hatte. Am Dienstag erging Haftbefehl gegen den Betreuer. Derzeit werde überprüft, ob der 49-Jährige auch bei früheren Zeltlagern des Sportvereins als Betreuer im Einsatz gewesen sei. Der Mann sei schon länger Mitglied im Sportverein. Da man in schnellen Ermittlungen nach der Anzeige bereits die vier weiteren Opfer gefunden habe, gehe man davon aus, dass es weitere Fälle geben könnte.

Soziale Kontrolle versagte

Der 49-Jährige war nicht der einzige Betreuer in dem Zeltlager, an dem rund 30 Mädchen und Jungen teilnahmen. Warum die soziale Kontrolle nicht funktioniert habe, könne man derzeit nicht sagen, sagte der Polizeisprecher.

Auch der nach öffentlicher Fahndung gefasste Kinderschänder Christoph G. aus Mayen in der Eifel (Rheinland-Pfalz) war Übungsleiter in einem Sportverein und hatte seine Opfer offenbar dort gefunden. Der Vorsitzende hatte am Wochenende kritisiert, dass die Staatsanwaltschaft den Verein nicht vorsorglich über die Ermittlungen im Jahr 2006 wegen Kinderpornografie informiert habe. (dapd)

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