Aktualisiert 31.01.2011 21:38

Elfenbeinküste

Fünf Präsidenten für den Frieden

Weil Laurent Gbagbo immer noch auf seine Macht pocht, versuchen andere afrikanische Präsidenten nun die Krise zu lösen.

Fünf Präsidenten afrikanischer Länder sollen einen Ausweg aus der politischen Krise in der Elfenbeinküste finden. Das gab die Afrikanische Union (AU) am Montag in Addis Abeba bekannt.

Dem Gremium gehören mit den Präsidenten Südafrikas und Tansanias zwei an, die durch Wahlen ins Amt gekommen sind. Drei Staatschefs, jene von Mauretanien, Tschad und Burkina Faso hatten sich an die Macht geputscht.

Gbagbo weigert sich zu gehen

In der Elfenbeinküste weigert sich Amtsinhaber Laurent Gbagbo seit zwei Monaten, trotz seiner Wahlniederlage dem Oppositionsführer Alassane Ouattara die Macht zu überlassen.

Bisherige internationale Vermittlungsversuche blieben erfolglos. Das von der AU berufene Sechs-Präsidenten-Gremium hat einen Monat Zeit für seine Vermittlungsversuche.

Im langwierigen Machtkampf rief nun der international anerkannte Präsident Ouattara die Bevölkerung zu einem Steuerstreik auf. Die Menschen sollten die Zahlung von Steuern und Abgaben aussetzen, erklärte Ouattaras Regierung am Sonntag in Abidjan.

Hintergrund ist der Versuch des langjährigen Machthabers Gbagbo, die ivorischen Einlagen bei der Zentralbank der Westafrikanischen Staaten (BCEAO) zu beschlagnahmen. Die Westafrikanische Wirtschafts- und Währungsunion (UEMOA) hatte die Vollmacht über die Gelder an Ouattaras Regierung übertragen. (sda)

Fehler gefunden?Jetzt melden.