Regierungsbildung in Italien: Fünf-Sterne-Bewegung stimmt für Koalition
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Regierungsbildung in ItalienFünf-Sterne-Bewegung stimmt für Koalition

Nach einer Berg- und Talfahrt steht die neue Regierung in Italien nun fast. Nach wochenlangem Tauziehen könnte die neue Regierung noch diese Woche antreten.

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Der Fünf-Sterne-Chef Luigi Di Maio wird Aussenminister in Italien.

Der Fünf-Sterne-Chef Luigi Di Maio wird Aussenminister in Italien.

AP/Gregorio Borgia
In Italien haben die populistische Fünf-Sterne-Bewegung (Cinque Stelle) und die sozialdemokratische Oppositionspartei Partito Democratico (PD) eine Einigung über eine Regierungskoalition erzielt.

In Italien haben die populistische Fünf-Sterne-Bewegung (Cinque Stelle) und die sozialdemokratische Oppositionspartei Partito Democratico (PD) eine Einigung über eine Regierungskoalition erzielt.

Alessandro di meo
An der Spitze der künftigen Regierung solle der bisherige Ministerpräsident Giuseppe Conte (im Bild) stehen, teilte der Cinque-Stelle-Chef Luigi di Maio am 28. August 2019 in Rom mit.

An der Spitze der künftigen Regierung solle der bisherige Ministerpräsident Giuseppe Conte (im Bild) stehen, teilte der Cinque-Stelle-Chef Luigi di Maio am 28. August 2019 in Rom mit.

AP/Gregorio Borgia

Bei der Suche nach einer neuen Regierung in Italien ist eine entscheidende Hürde genommen. Die Mitglieder der Fünf-Sterne-Bewegung stimmten am Dienstag mehrheitlich für eine Koalition mit den Sozialdemokraten, erklärte Parteichef Luigi Di Maio.

79,3 Prozent der Mitglieder entschieden bei einem Online-Votum, dass ein solches Bündnis unter der Führung von Giuseppe Conte als Ministerpräsident zustande kommen soll.

Parlamentskammern müssen zustimmen

Damit kann der designierte Premier Conte nun sein Kabinett bei Staatschef Sergio Mattarella vorstellen und absegnen lassen. Nach der Vereidigung müssen noch beide Parlamentskammern einer neuen Regierung zustimmen.

Die Koalition war nötig geworden, nachdem das europakritische Bündnis zwischen Sternen und der rechten Lega von Matteo Salvini im August zerbrochen war.

Deshalb müssen die Sterne nun mit dem Partito Demokratico (PD) gemeinsame Sache machen – beiden Parteien sind eigentlich tief zerstritten. (sda)

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