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Kilimandscharo«Fünf Tage später waren die Eisberge eingestürzt»

Auf dem Dach Afrikas war Abenteurer und Eiskletterer Will Gadd vor allem eins: schockiert. Dies, weil ihm das Eis unter den Steigeisen wegschmolz.

von
sei
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Abenteurer Will Gadd beim Eisklettern auf dem Kilimandscharo.

Abenteurer Will Gadd beim Eisklettern auf dem Kilimandscharo.

Red Bull
Während den Vorbereitungen für die Expedition wurde ihm bewusst, ...

Während den Vorbereitungen für die Expedition wurde ihm bewusst, ...

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... dass ihm die Zeit davonrennt.

... dass ihm die Zeit davonrennt.

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Eiskletterer Will Gadd ist mit Pickel und Steigeisen schon rund um die Welt gereist. Afrika hatte er lange auf seiner To-do-Liste. «Ich hatte Bilder vom Kilimandscharo und anderen eisbedeckten Gipfeln in Afrika gesehen und mir gedacht, dass ich das eines Tages noch machen werde», sagt er im Interview mit dem Guardian.

Erst bei der Recherche für seine Expedition auf das Dach Afrikas realisierte er, dass ihm die Zeit davonrannte. «In einem wissenschaftlichen Aufsatz stand, dass das Eis auf dem Kilimandscharo schon in fünf Jahren verschwunden sein könnte.» Im Oktober letzten Jahres kam Gadd dann auf dem höchsten Gipfel Afrikas an – und war schockiert: «Das Eis, das ich auf Bildern gesehen hatte, war weg. Meine geplanten Kletterrouten waren verschwunden», erinnert er sich.

Wenige Tage später war das Eis weg

Laut einem Bericht der Nasa sind von 1912 bis 2011 ganze 85 Prozent des Gletschereises auf dem Kilimandscharo verschwunden. Gadd konnte den rapiden Schwund mit eigenen Augen beobachten: «Bei unserem Rückmarsch kamen wir an zusammengefallenen Eisformationen vorbei, die wir ein paar Tage zuvor noch hochgeklettert waren.» Gadd hofft nun, dass seine Expedition einen Beitrag zum Kampf gegen den Klimawandel leistet: «Diese Bilder werden dabei helfen, die Zweifler zu überzeugen. Jeder muss sich bei deren Anblick fragen, wie das passieren konnte.»

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