Der Hyundai Ioniq 5 überrascht in vielen Bereichen positiv
Der elektrische Ioniq 5 überrascht in vielen Bereichen – und zwar durchwegs positiv.

Der elektrische Ioniq 5 überrascht in vielen Bereichen – und zwar durchwegs positiv.

Hyundai
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GetestetFünf überraschende Erkenntnisse zum Hyundai Ioniq 5

Kennst du ein Elektroauto, kennst du alle? Falsch – der Ioniq 5 sticht mit einer Handvoll interessanter Eigenheiten heraus.

von
Nina Treml

Nahezu lautlos und komfortabel schwimmt der Wagen im Verkehr mit, kann dank des spontan verfügbaren maximalen Drehmoments auch mal sportlich zwischensprinten und bietet neben einer alltagstauglichen Reichweite um die 400 Kilometer das Neueste an Komfort-, Sicherheits- und Konnektivitätsfeatures. So weit, so erwartbar – was das erste Modell unter Hyundais Elektromarke Ioniq kann, können andere moderne Stromer auch. Und doch fallen im Test Dinge auf, die über das Standardprogramm hinausgehen.

1. Grösser, als man denkt

Auf Bildern wirkt der wie aus einem Block gemeisselte Crossover ziemlich kompakt. Tatsächlich misst er 4,64 Meter und sorgt mit einem oberklassewürdigen 3-Meter-Radstand für grossartige Platzverhältnisse. Der Wegfall von Verbrennungsmotor und Kardantunnel sowie die Akku-Unterbringung im Unterboden erlauben zudem eine flexible Raumnutzung: Sowohl die Mittelkonsole als auch die Rückbank lassen sich um gut 14 Zentimeter elektrisch verschieben. Doch das Highlight sind die so schlanken wie anschmiegsamen Vordersitze mit Beinauflage, die sich für ein Schläfchen während der Ladepause in eine komfortable Liegeposition bringen lassen.

Während der kurzen Ladepause kann man sich in der Liegeposition erholen.

Während der kurzen Ladepause kann man sich in der Liegeposition erholen.

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2. So schnell wie der Porsche Taycan

An einer 350-kW-Schnellladestation wird das Schläfchen zum Powernap: Die Akkus sind innert 18 Minuten von 10 auf 80 Prozent aufgeladen – bei optimalen Bedingungen fliesst in fünf Minuten Strom für 100 Kilometer Reichweite. Als erster Volumenhersteller nutzt Hyundai die gleiche 800- statt der branchenüblichen 400-Volt-Technik wie Porsche, was den Ioniq 5 an der Ladesäule so schnell macht wie den Stuttgarter Über-Stromer Taycan. Auf der Strasse ist das getestete Modell mit einem Sprintwert von 7,4 Sekunden auf Tempo 100 natürlich etwas langsamer.

Bei optimalen Bedingungen gibts alle fünf Minuten Strom für 100 Kilometer.

Bei optimalen Bedingungen gibts alle fünf Minuten Strom für 100 Kilometer.

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3. Panoramadächer sind überbewertet

Ein Panoramadach inbegriffen in der Topausstattung kann nicht schaden, um das als Hightech-Lounge mit nachhaltigen Materialien und grossen Displays, farblich aber eher trist gestaltete Interieur mit Licht zu durchfluten. Noch schöner ist es aber, die Sonne für saubere Energie nutzen zu können. Der Preis für das optionale Solardach: 1200 Franken. Der effektive Nutzen: mit jährlich rund 2000 Kilometern Reichweite zugegebenermassen eher bescheiden. Der Coolnessfaktor: Trotzdem 100 – kein anderes in nennenswerten Stückzahlen produziertes Elektroauto bietet derzeit diese Möglichkeit.

Das optionale Solardach nützt die Sonne für saubere Energie – bis zu 2000 Kilometer pro Jahr zusätzlich.

Das optionale Solardach nützt die Sonne für saubere Energie – bis zu 2000 Kilometer pro Jahr zusätzlich.

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4. Mein Strom, dein Strom

Ob sich mit einem batterieelektrischen Zweitonner die Welt retten lässt, sei mal dahingestellt. Zumindest aber kann man mit dem Ioniq 5 einem mit leeren Akkus gestrandeten E-Autofahrer den Tag retten. Die bidirektionale «Vehicle to load»-Technik erlaubt es nicht nur, während der Fahrt Geräte wie Notebooks über eine 230-Volt-Steckdose aufzuladen: Im Stillstand lässt sich die Batterie über einen speziellen Adapter auch von aussen anzapfen. Etwa um E-Bikes aufzuladen oder, wenn man so will, beim Picknicken einen Toaster anzuschliessen.

Egal, ob anderes Elektroauto oder das E-Velo der Freundin – der Ioniq hilft als mobile Ladestation aus.

Egal, ob anderes Elektroauto oder das E-Velo der Freundin – der Ioniq hilft als mobile Ladestation aus.

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5. Das Gesamtpaket stimmt

Besonders billig ist das Ioniq-5-Vergnügen mit einem Basispreis von 44’900 Franken gewiss nicht (den getesteten Hecktriebler gibts ab 48’400 Franken und den Top-Allradler ab 52’400 Franken) – jedenfalls im Vergleich zu dem, was konventionell motorisierte Crossover kosten. Aber dafür kann das Auto auch Dinge, von denen man in konventionell motorisierten Crossovers nur träumen kann. Wie kaum ein anderer Hersteller schöpft Hyundai mit dem Ioniq 5 die Möglichkeiten der Elektromobilität aus.

Sauberer Hingucker: Beim Ioniq 5 stimmt nicht nur die Optik, sondern das Gesamtpaket.

Sauberer Hingucker: Beim Ioniq 5 stimmt nicht nur die Optik, sondern das Gesamtpaket.

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