Aktualisiert 15.02.2006 19:22

Fünf Wochen in den Fängen eines Vergewaltigers

Die Polizei hat die seit fünf Wochen vermisste 13 Jahre alte Stephanie aus Dresden aus der Gewalt eines vorbestraften Sexualstraftäters befreit. Der 35-Jährige hielt das Mädchen die gesamte Zeit über in seiner Wohnung gefangen und missbrauchte es wochenlang.

Der Mann sei festgenommen worden und werde am (morgigen) Donnerstag dem Haftrichter vorgeführt. Stephanie war am 11. Januar auf dem Weg zur Schule spurlos verschwunden.

Nach Angaben von Polizeisprecher Thomas Geithner fand am Mittwochmittag Mann in einem Papiercontainer einen Zettel mit einem handschriftlichen Hilferuf, der von Stephanie stammte, verbunden mit der Bitte, dass der Finder des Zettels sofort die Polizei benachrichtigen sollte. Der Mann habe sofort die Polizei informiert, sagte Geithner.

Sieben Beamte seien daraufhin zu der auf dem Zettel angegebenen Adresse im Stadtteil Striesen gefahren und hätten die betreffende Wohnung in einem Mehrfamilienhaus von einem Schlüsseldienst öffnen lassen, betonte Avenarius. Dort hätten sie Stephanie gefunden. Es gehe ihr den Umständen entsprechend gut. Der Tatort und der Wohnort des Kindes liegen lediglich einen Kilometer auseinander.

Noch am Mittwochmorgen hatten rund 300 Menschen mit einem Schweigemarsch auf das Schicksal von Stephanie aufmerksam gemacht.

Nach wie vor ungeklärt ist dagegen weiter das Verbrechen an zwei Kindern im Dresdner Stadtteil Hellerau. Ein Mann hatte dort zwei Mädchen im Alter von neun und elf Jahren vergewaltigt. Der mutmassliche Sexualstraftäter beging seine Taten Anfang Januar und im September vergangenen Jahres. Mit diesen Verbrechen stehe der 35-Jährige nicht in Verbindung, sagte Avenarius. (dapd)

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