Zoo Basel: Fünffacher Nachwuchs im Basler Affenhaus
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Zoo BaselFünffacher Nachwuchs im Basler Affenhaus

Bei den Totenkopfäfflein im Basler Zoo gibt es Nachwuchs. Fünf kleine Saimiris erkunden auf dem Rücken ihrer Mütter die Welt.

Bei den Saimiris im Basler Zoo kamen fünf Junge zur Welt. Auf dem Rücken der Mutter erkunden sie erstmals die Welt. (Video: Keystone/sda)

Die fünf Totenkopfäffchen wurden zwischen Mitte Juni und Mitte Juli geboren, wie Zoo-Kurator Adrian Baumeyer am Mittwoch vor den Medien sagte. Ob es Weibchen oder Männchen sind, ist noch unklar. Bei der Kleinaffenart sei das Geschlecht von Jungtieren schwierig zu erkennen.

Totenkopfäffchen, auch Saimiris genannt, leben in Weibchen-Gruppen, die aus Müttern und Töchtern bestehen. Die Männchen leben etwas abseits in «Bachelor-Gruppen», wie Baumeyer weiter sagte. Sie sind den Weibchen unterlegen.

Ein Bachelor für 28 Weiblein

In der Paarungszeit nehmen Männchen zunächst bis zu einem Drittel an Gewicht zu, bevor sie sich zu den Weibchen wagen. Anders als bei den meisten anderen Affenarten werden die Weibchen nur innerhalb einer kurzen Zeitspanne von rund zwei Monaten trächtig.

Im Zoo Basel leben derzeit zwei getrennte Weibchen-Gruppen von insgesamt 28 Tieren sowie ein elfjähriges Männchen. Dieses kam 2014 nach Basel. Spätestens kommendes Jahr muss dieser Affe den Zolli wieder verlassen, da seine Töchter geschlechtsreif werden. Der Zoo Basel, der auch das europäische Zuchtbuch führt, sucht derzeit einen Platz für ihn.

Ausgetauscht werden die Männchen in den Zoos anhand des Europäischen Erhaltungszuchtprogrammes (EEP) alle drei bis vier Jahre. In etwa der Hälfte der europäischen Zoos, die Saimiris halten, gibt es zudem reine Männchen-Gruppen. Im Zoo Basel sind schon weit über hundert Totenkopfäffchen auf die Welt gekommen.

Muttersöhnchen und -töchterchen

Junge Totenkopfäffchen bleiben etwa sechs Monate bei ihrer Mutter, bevor sie nach und nach selbstständig werden. Saimiris sind hervorragende Jäger, die sich neben Früchten auch von Insekten, Spinnen, Schnecken sowie zwischendurch kleinen Nagetieren oder Echsen ernähren.

In der Natur leben Totenkopfäffchen in den mittleren Baumetagen des südamerikanischen Regenwaldes. Um sich dort schnell bewegen zu können, haben sie gemäss Baumeyer von allen Affenarten das grösste Gehirn im Vergleich zur ihrer Körpergrösse. (sda)

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