Aktualisiert 23.06.2015 15:47

Lumia 532 im TestFür 100 Franken gibts eine Menge Smartphone

Es muss nicht immer ein 700-Franken-Smartphone sein. Das Lumia 532 kann alles, was ein Flagschiff-Gerät auch kann – einfach nicht ganz so gut.

von
ray
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Sowohl die Kamera als auch der Bildschirm sind beim Billig-Smartphone im Vergleich zum iPhone 6 deutlich minderwertiger.

Sowohl die Kamera als auch der Bildschirm sind beim Billig-Smartphone im Vergleich zum iPhone 6 deutlich minderwertiger.

Das iPhone-Foto ist deutlich schärfer und besser ausgeleuchtet. Bei diesem Bild wurde beim iPhone allerdings die HDR-Funktion zugeschaltet. Für Schnappschüsse in heller Umgebung reicht die 5-Megapixel-Kamera des Lumia 532 jedoch aus.

Das iPhone-Foto ist deutlich schärfer und besser ausgeleuchtet. Bei diesem Bild wurde beim iPhone allerdings die HDR-Funktion zugeschaltet. Für Schnappschüsse in heller Umgebung reicht die 5-Megapixel-Kamera des Lumia 532 jedoch aus.

Das Lumia 532 läuft mit Windows 8.1. Mit dabei sind die Office-Apps und die Here-Navigation. Die Skype-App ist eng mit dem Betriebssystem verknüpft.

Das Lumia 532 läuft mit Windows 8.1. Mit dabei sind die Office-Apps und die Here-Navigation. Die Skype-App ist eng mit dem Betriebssystem verknüpft.

Mit einem offiziellen Verkaufspreis von 108 Franken und nur 99 Franken in Online-Shops ist das Microsoft Lumia 532 nicht nur das günstigste Lumia-Handy, sondern auch eines der preiswertesten Smartphones in der Schweiz. 20 Minuten wollte wissen, wie sich das Billig-Gerät im Alltag bewährt.

Das Windows-8.1-Gerät hat einen Quad-Core-Prozessor mit 1,2 GHz. Dieser reicht zwar für Alltägliches vollkommen, doch dauert beispielsweise das Starten von Apps etwas länger als mit einem teureren Lumia oder einem Galaxy-Gerät. Die Kamera mit 5 Megapixeln ist ausreichend für Schnappschüsse. Ein Blitz ist allerdings nicht mit dabei. Mit der 0,3-Megapixel-Kamera auf der Frontseite hingegen lassen sich kaum brauchbare Selfies machen.

Windows-Goodies und Sparmassnahmen

Beim Windows-Phone sind die Anwendungen von Microsoft bereits vorinstalliert. So befinden sich etwa die Apps von Microsoft Office (Word, Excel, Powerpoint) auf dem Gerät sowie die Karten- und Navigationsanwendung Here. Weil Skype ins Betriebssystem integriert ist, kann man beispielsweise schnell zwischen einem Telefongespräch und einem Skype-Videoanruf hin und her wechseln. Praktisch: Die Uhrzeit wird auch im Standby-Modus dauernd angezeigt – eine Funktion, die es bei den wenigsten Smartphones gibt.

Der interne Speicher beträgt nur 8 GB. Für mehr hat es beim Hundert-Franken-Handy nicht gereicht. Allerdings kann der Speicher mit einer MicroSD-Speicherkarte erweitert werden. Zudem erhält man als Windows-Nutzer beim Cloud-Speicher OneDrive 15 GB kostenlosen Speicherplatz. Eine weitere Einschränkung gibts beim Surfen im Mobilfunknetz. Das Lumia kann Daten nur im 3G-Netz empfangen, LTE ist nicht verfügbar.

Killer-Argument: Zwei SIM-Karten

Das Lumia 532 bietet einen Vorteil, bei dem weder das iPhone noch die neusten Galaxy-Geräte mithalten können: Es bietet zwei Steckplätze für SIM-Karten, damit man gleichzeitig zwei Telefonnummern verwenden kann. Das ist etwa dann praktisch, wenn man im Ausland eine lokale SIM-Karte benutzen möchte, aber auf der eigenen Nummer trotzdem erreichbar sein will.

Für die zwei SIM-Karten werden auf dem Startbildschirm zwei Kacheln angelegt. So kann man vor jedem Anruf wählen, mit welcher Nummer man telefonieren möchte. Bei Bedarf kann man eine der beiden Nummern vorübergehend ausschalten. In der Schweiz wird das Lumia 532 zum gleichen Preis sowohl mit zwei als auch mit nur einem SIM-Karten-Steckplatz verkauft.

Gaming und Fotos mit Abstrichen

Das Lumia 532 wirkt wegen seines massigen Plastik-Covers etwas klobig, mit einem Gewicht von 136 Gramm ist das verhältnismässig kleine Gerät ein Schwergewicht. Das Display ist mit nur 4 Zoll deutlich kleiner als jenes der meisten aktuellen, teureren Geräte. Die Auflösung von 800 x 480 Pixeln ist nicht berauschend und zeigt Fotos im Vergleich etwa zum iPhone oder dem Samsung Galaxy S6 matt und etwas verwaschen an.

Fazit: Beim Lumia 532 ist alles dabei, was man von einem Smartphone braucht. Schliesslich ist die Software dieselbe wie beim teuersten Windows-Smartphone. Hardware-Komponenten wie Bildschirm, Speicher oder Kamera hingegen sind von spürbar schlechterer Qualität. Als Kompaktkamera-Ersatz oder für anspruchsvolle Game- und Multimedia-Einsätze ist das Billig-Phone deshalb nicht geeignet. Für alltägliche Aufgaben wie Mail-, Chat-, Surf- oder Navigations-Anwendungen hingegen reicht es allemal aus.

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