Nach Strassenschlachten : Für 20 Beteiligte wurde Haftantrag gestellt
Aktualisiert

Nach Strassenschlachten Für 20 Beteiligte wurde Haftantrag gestellt

20 Teilnehmer der Krawalle am Central sollen weiter hinter Gittern bleiben. Weitere
26 Verhaftete sind mittlerweile wieder auf freiem Fuss.

von
Marco Lüssi

20 der jungen Männer, die sich in der Nacht auf Sonntag beim Central eine Schlacht mit der Polizei lieferten und rund 200 000 Franken Schaden anrichteten, müssen sich auf einen längeren Aufenthalt hinter Gittern einstellen: Weil sie nicht geständig sind und Verdunkelungs- oder Fluchtgefahr besteht, wurde für sie Antrag auf Untersuchungshaft gestellt. Wird diese vom Haftrichter bewilligt, können sie bis drei Monate hinter Gittern behalten werden, danach könnte Verlängerung beantragt werden.

Insgesamt hat die Stadtpolizei der Staatsanwaltschaft am Montag eine Frau und 45 Männer zugeführt. Ein Grossteil ist zwischen 18- und 25-jährig und Schweizer. 18 der Verhafteten wurden bereits am gleichen Tag mit einem Strafbefehl abgeurteilt und danach freigelassen. «Dies geschah in jenen Fällen, in denen der Sachverhalt klar war und vom Beschuldigten in der Regel nicht bestritten wurde», sagt Corinne Bouvard, Sprecherin der Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Zürich. Verhängt wurden Geldstrafen zwischen 3600 und 14 400 Franken. Bezahlen müssen die meisten diese Beträge aber vorerst nicht: Die Mehrheit der Strafen wurde laut der Oberstaatsanwaltschaft bedingt ausgesprochen.

Acht weitere Festgenommene wurden zwar freigelassen, das Verfahren gegen sie läuft aber weiter. Vorgeworfen wird den Beteiligten der Krawalle Landfriedensbruch sowie Gewalt und Drohung gegen Beamte.

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