Aktualisiert 19.12.2006 23:34

Für 25 Mio Franken Ecstasy geschmuggelt

Die Kantonspolizei Zürich hat den grössten Drogenschmuggelfall der Schweiz geklärt: Eine 20-köpfige Bande hat rund 1,2 Millionen Ecstasy-Pillen nach Amerika transportiert.

Bereits im April 2005 war am Flughafen Zürich ein Drogenkurierpaar geschnappt worden. Beide trugen je 4,5 Kilo der Drogen – also 20000 Pillen – eingenäht in Radlerhosen mit sich. Eine Woche später konnte ihre Auftraggeberin, eine 31-jährige Frau dominikanischer Herkunft, verhaftet werden.

Nach weiteren Ermittlungen konnten 17 weitere Kuriere verhaftet werden. Sie hatten in der Zeit von Juni 2002 bis April 2005 61 Ecstasy-Transporte nach Miami oder New York durchgeführt. Als Entschädigung erhielten sie jeweils 5000 US-Doller. Gesamthaft wurden etwa 275 Kilo Ecstasy-Tabletten oder rund 1222000 Pillen mit einem Schwarzmarkwert von rund 25 Millionen Franken von Zürich aus in die USA verschoben. «Das ist schweizweit der grösste bekannte Fall», so Cornelia Schuoler von der Kantonspolizei Zürich.

Insgesamt waren 19 Kuriere – ein Italiener und 18 Schweizer – im Einsatz. Die meisten waren arbeitslos und konsumierten Drogen. Das geschmuggelte Ecstasy stammte vermutlich aus Holland. Zwei der Drogenkuriere konnten jedenfalls nachgewiesen werden, dass sie 186000 Pillen in die Schweiz geschmuggelt hatten.

(cde)

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