Für Brandlöcher im Rasen gibts ab 2009 Bussen
Aktualisiert

Für Brandlöcher im Rasen gibts ab 2009 Bussen

Bis zu zehn weitere Elektrogrills will die Stadt am See bauen. Für Grill-Sünder gibt es dann kein Pardon mehr – ab 2009 riskieren sie eine Verzeigung.

von
Alexandra Roder

Kopfschüttelnd schreitet Lukas Handschin von Grün Stadt Zürich über die mit Brandlöchern übersäte Arboretum-Wiese: «Der Schaden geht mittlerweile jährlich in die Zehntausende.» Schuld daran sei der Boom dieser Einweg- und Mini-Grills, die er «einen ökologischen Blödsinn» schimpft. Die grosse Hitze knapp über dem Boden versenge das Gras bis in die Wurzeln. Die verkohlte Stelle müsse frisch besät oder ein neues Stück Rasen eingesetzt werden. «Jede Narbe kostet 500 Franken.»

Um den Wurst-Bratern eine Alternative zur Wiese zu bieten, plant die Stadt nun mehrere öffentliche Elektrogrills: «Die im Mai errichtete Teststation in Wollishofen ist ein Erfolg. Im Laufe des Sommers evaluieren wir weitere acht bis zehn Standorte rund ums untere Seebecken», sagt Handschin.

Sobald die Infrastruktur vorhanden ist, gibt es kein Pardon mehr für Wild-Grillierer: «Frühstens ab 2009 riskieren sie eine Verzeigung. Schliesslich handelt es sich um Sachbeschädigung.» In diesem Sommer werde man noch Gnade vor Recht walten lassen und die 2007 gestar­tete Sensibilisierungs-Kampagne fortsetzen. Bei schönem Wetter suchen städtische Mitarbeiter und Frei­willige das Gespräch mit Grill-Sündern und verteilen Flyer: «Auf Rasenflächen nur hochbeinige Grills verwenden!»

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