Kunst für den Klimaschutz - «Für das Geld hätte man die Fassade isolieren können»
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Kunst für den Klimaschutz«Für das Geld hätte man die Fassade isolieren können»

Luzern ist die erste Stadt der Schweiz, die mit einem Street-Art-Wandbild auf den Klimaschutz aufmerksam macht. Doch nicht alle haben Freude am 21 Meter hohen Kunstwerk.

von
Cheyenne Wyss
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In Luzern kann jetzt dieses Wandbild bestaunt werden.

In Luzern kann jetzt dieses Wandbild bestaunt werden.

Stadt Luzern
Das 21 Meter hohe Kunstwerk soll auf den Klimaschutz aufmerksam machen und ist damit das erste seiner Art in Schweiz.

Das 21 Meter hohe Kunstwerk soll auf den Klimaschutz aufmerksam machen und ist damit das erste seiner Art in Schweiz.

Stadt Luzern
Innert sechs Tagen haben es die Tessiner Street-Art-Künstler gemalt. 

Innert sechs Tagen haben es die Tessiner Street-Art-Künstler gemalt.

Stadt Luzern

Darum gehts

  • Jetzt kann in Luzern das erste Schweizer Wandbild, das auf den Klimaschutz aufmerksam macht, bestaunt werden.

  • Innert sechs Tagen ist das 21 Meter hohe Street-Art-Wandbild entstanden.

  • In einer Community auf Facebook gibt das Graffiti der Tessiner Street-Art-Künstler «Nevercrew» zu reden.

Während sechs Tagen haben die Tessiner Street-Art-Künstler «Nevercrew» daran gearbeitet. Das erste Street-Art-Wandbild der Schweiz, das auf den Klimaschutz aufmerksam macht, kann jetzt am Kauffmannweg 9, beim «Hello Welcome», bestaunt werden, teilt die Stadt Luzern mit. Das 21 Meter hohe Kunstwerk stellt aus Sicht der Stadt Luzern eine Aufwertung für das ganze Areal dar. Und entspreche zudem der politischen Forderung, die Kunstform Street-Art zu fördern.

Hier sieht man, wie das Kunstwerk entsteht und wer «Nevercrew» ist.

Stadt Luzern

Klimawandel, eine der grössten Herausforderung für Luzern

Hauptsächlich aber soll es den Klimawandel, welcher für die Stadt Luzern «eine der grössten Herausforderungen darstellt», thematisieren. Das Wandbild ist nämlich Teil der Kampagne «Wir leben Klimaschutz», welche die Stadt letzten Sommer lanciert hat. Ermöglicht sei das Street-Art-Projekt durch den Quartierverein Hirschmatt-Neustadt, die Katholische Kirche Stadt Luzern sowie die Albert Koechlin Stiftung worden.

«Einmal etwas Schönes, und wieder nicht recht»

In einer Luzerner Facebook-Community ist man gespalteter Meinung, was das Kunstwerk und den Klimaschutz betrifft. So schreibt jemand: «Es wird schön, doch für das Geld hätte man die Fassade isolieren können und hätte somit wirklich einen Beitrag zum Energiesparen getätigt». Jemand anderes meint: «Einmal etwas Schönes, und wieder nicht recht.» Worauf ein weiterer User entgegnet: «Einem jeden Recht getan, ist eine Kunst, die niemand kann».

Etwas humoristischer und auf der richtigen Spur, was das Kunstwerk darstellen soll, schreibt ein Community-Mitglied, dass das Raketen-Glace für sie keine Kunst sei. Aber die Geschmäcker seien unterschiedlich. Sie hätte sowieso lieber ein Erdbeer-Glace gehabt.

Raketen-Glace, welches schmilzt

Das Wandbild symbolisiere nämlich ein Raketen-Glace, das wegen des Klimawandels aufgrund der Aktivitäten der Menschen schmelze, wie die Stadt Luzern bereits in einer vorherigen Mitteilung schrieb. Die Tierwelt werde auf einen winzigen Teil des Bildes zurückgedrängt. Das Feuer am Stiel des Raketen-Glaces gefährde dabei den letzten Lebensraum der Pinguine. Das brennende Streichholz soll den Impuls auslösen, die Flamme ausblasen zu wollen und konfrontiere einen mit der eigenen Verantwortung in der Klimakrise. Das Projekt soll die Stadt 20’000 bis 25’000 Franken gekostet haben, wobei die Albert Koechlin Stiftung nochmals den gleichen Betrag bezahlt habe.

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