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europa-League-PlayoffsFür den FCB geht es gegen Sofia schon um ein Saisonziel

Es ist das wichtigste Spiel der noch jungen Saison. Der FC Basel spielt gegen Sofia um Geld und Punkte.

von
Eva Tedesco

Der FC Basel spielt gegen CSKA Sofia um den Einzug in die Gruppenphase der Europa League und um ein Saisonziel. Das sagt Trainer Ciriaco Sforza.

Video: Eva Tedesco

Darum gehts

  • Der FC Basel trifft im Europa-League-Playoff auf Sofia (hier im Liveticker ab 20.30 Uhr).
  • Für den FCB ist es ein immens wichtiges Spiel.
  • «Und zwar für die Mannschaft, für den Verein und den gesamten Schweizer Fussball», sagt Verteidiger Silvan Widmer.

Nach zwei «Finalspielen» muss der FCB noch eine letzte Hürde überwinden, um ein erstes Saisonziel zu erreichen: die Gruppenphase der Europa League.«Wir wissen alle, dass das für die Mannschaft, für den Verein und den gesamten Schweizer Fussball ein ganz wichtiges Spiel ist», sagt Silvan Widmer, «wir wollen unbedingt in die Gruppenphase kommen. Wir haben uns gut vorbereitet und sind überzeugt, dass wir das packen können.»

Davon geht man aber auch beim Gegner aus, der dem FCB nicht mehr so viel Klasse attestiert wie in den letzten Jahren. Zumindest halten die mitgereisten bulgarischen Journalisten an dieser These fest. FCB-Trainer Ciriaco Sforza sagt dazu nur: «CSKA Sofia hat Qualität, aber auch wir haben Qualität.»

FCB will Schweizer Totalabsturz verhindern

Neben dem sportlichen Ziel geht es am Donnerstagabend (das Spiel hier live im Ticker) auch um viel Geld und wichtige Punkte im Uefa-Ranking. In Zeiten von Corona und fehlenden Einnahmen könnte der FCB die rund 3 Millionen Franken gut gebrauchen, die der Einzug in die Gruppenphase bringt. Wie Widmer aber auch sagt, wäre das Weiterkommen der Basler auch für den Schweizer Fussball wichtig. Denn Rotblau kämpft gegen die Bulgaren nicht nur für sich, sondern für die gesamte Liga um wichtige Zähler für die Fünfjahreswertung.

Im Uefa-Ranking belegt die Schweiz derzeit Rang 17 – hinter Ländern wie Zypern (16) , Tschechien (15), Schottland (14) und Österreich (12). Nach dem Aus von Servette (gegen Stade Reims) und St. Gallen (gegen AEK Athen) können nur noch YB und der FCB die Kohlen für die Schweiz aus dem Feuer holen. Und sich für die Gruppenphase qualifizieren und den Totalabsturz verhindern.

Das sagt Silvan Widmer über die Bedeutung der EL-Handlungen.

Video: Eva Tedesco

Räume gegen Sofia eng machen

«Wir haben den Gegner natürlich analysiert. Wir wissen, dass sie vorne schnelle Leute haben. Wir müssen als Mannschaft verteidigen und angreifen. Das Auftreten als Team wird wichtig sein. Wir müssen die Räume eng machen, damit CSKA Sofia sein Spiel nicht entfalten kann», sagt Widmer. Wesentlich wird aber auch sein, dass der FCB den Betrieb wie zuletzt gegen Osijek (2:1) und auch Famagusta (3:2) nicht wieder nach 45 Minuten einstellt.

Auf die Frage, ob es für Sforza nach nur einem Punkt aus zwei Ligaspielen und einem Verpassen des ersten Saisonziels bereits schwierig in Basel werden könnte, sagt der FCB-Trainer: «Nein, nicht schwierig. Wir haben von Anfang an gesagt, dass wir um den Meister mitspielen, in den Cupfinal und in die Gruppenphase der Europa League kommen wollen. Ein Ziel haben wir am Donnerstag in der eigenen Hand, und wenn es nicht sein sollte, haben wir zwei weitere Ziele vor uns, die wir erreichen können. Aber das erste Ziel ist ganz klar: Wir wollen gegen Sofia gewinnen.»

Punkte sammeln für die Schweiz

Weil in den letzten Jahren alle anderen Schweizer Teams (diesmal Servette und St. Gallen) schon früh aus der Qualifikation flogen, ist die Schweiz im Fünfjahres-Ranking der Uefa auf Rang 17 abgerutscht. Das bedeutet: In der Saison 2021/22 hat nur noch der Meister die Möglichkeit, sich für die Champions League oder für die Europa League zu qualifizieren. Alle anderen Mannschaften müssen in die von der Uefa neu geschaffenen Conference League. In diesem dritten europäischen Clubwettbewerb sind die Gegner aber weit weniger attraktiv und natürlich auch die Einnahmen.

Magische Nächte wie gegen Manchester United, Real Madrid oder Chelsea wird es wohl nicht mehr so schnell geben. Die neue Realität sind Gegner aus kleineren Ligen. Aber noch haben der FCB und YB (gegen Tirana, die Nummer 364 in Europa) am Donnerstag die Chance, Punkte für die Schweiz zu sammeln. Und auch YB-Trainer Gerry Seoane sagt: «Wir wissen, was auf dem Spiel steht.» (ete)

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9 Kommentare
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wl

01.10.2020, 19:09

muss heute schauen wie YB Fliegen lernt!

rammirocker

01.10.2020, 18:10

Freut Euch, letztes Mal EL für die CH: Ab der Saision 21/22 sind nur noch die 5 besten Liga im europäischen Fussball vertreten in einen EIGENEN WETTBEWERB. Da haben kleine Länder gar keine Chance mehr auf die CL......😓😓😓Dafür 5x Real vs. Bayern....Gääähhhhnnnn..... Für den neutralen Zuschauer war es immer spannend wenn ein "Underdog" die CL oder EL rockt (siehe letzte Saision mit Atlanta).....aber mit diesem Modus zementiert die UEFA ihre Gelddruckerei-Mentalität😓😓😓

Herr Bünzli

01.10.2020, 17:41

Seinen größten Erfolg als Vereinstrainer feierte er 2001/02 mit dem Aufstieg des SV Eintracht Trier 05 in die 2. Fußball-Bundesliga.