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Für den iX3 hat sich BMW ganz schön Zeit gelassen – zum Glück

Nach Jaguar, Audi und Mercedes bringt Anfang 2021 auch BMW seinen ersten Elektro-SUV auf den Markt. Der iX3 profitiert von seinem späten Erscheinen: Er ist leichter und sparsamer als die Konkurrenz.

von
Michael Specht
10.12.2020

Sieben Jahre – dies entspricht in der Regel einer ganzen Autogeneration. So lange hat sich BMW Zeit gelassen, nach dem i3 sein zweites vollelektrisches Modell auf den Markt zu bringen, den iX3. Dafür mussten die Bayern einige Kritik einstecken. Doch das Warten hat sich gelohnt: «Hätten wir den iX3 vor zwei oder drei Jahren mit den damaligen Komponenten gebaut, wäre das Auto deutlich schwerer geworden, hätte weniger Reichweite und einen höheren Verbrauch», sagt Arno Keller, der Projektleiter des iX3. Einen Vorsprung der Konkurrenz sieht Keller nicht.

Als erster Hersteller im Leistungssegment über 100 kW/136 PS nutzt BMW einen fremderregten Elektromotor, der ohne Magnete und damit ohne die Seltenen Erden auskommt. Der Kobaltgehalt in den Batteriezellen konnte um 62 Prozent gegenüber dem heutigen i3 gesenkt werden. Kobalt wird zu grossen Teilen aus Minen im Kongo geschürft, teils unter katastrophalen Bedingungen und unter Einsatz von Kinderarbeit. «Wir beziehen unser Kobalt ausschliesslich aus zertifizierten Minen aus Marokko», sagt Keller. «Und die Batterien werden CO2-neutral, zu 100 Prozent mit Öko-Strom gefertigt.»

Agiler als sein Verbenner-Pendant

Mit diesem grünen Gewissen starten wir unsere Testfahrt. 210 kW/286 PS und 400 Newtonmeter an Drehmoment treiben den iX3 an. Das reicht locker aus, um selbst sportliche Fahrleistungen auf den Asphalt zu legen. Zumal der iX3, bedingt durch seine hecklastige Auslegung und seinem sieben Zentimeter tieferen Schwerpunkt, knackiger ums Eck geht als sein Verbrenner-Pendant. Der Slogan «Aus Freude am Fahren» trifft auf den iX3 jedenfalls voll und ganz zu.

Der iX3 soll über 20 Prozent weniger verbrauchen als seine direkten Wettbewerber.

Der iX3 soll über 20 Prozent weniger verbrauchen als seine direkten Wettbewerber.

Bild: BMW
Bewährter Arbeitsplatz: Das Cockpit des rein elektrischen BMW iX3.

Bewährter Arbeitsplatz: Das Cockpit des rein elektrischen BMW iX3.

Bild: BMW
An einem Quick-Charger können innerhalb von zehn Minuten rund 100 Kilometer an Strecke «nachgetankt» werden.

An einem Quick-Charger können innerhalb von zehn Minuten rund 100 Kilometer an Strecke «nachgetankt» werden.

Bild: BMW

In der Bodengruppe steckt ein Akku mit einer Kapazität von 74 kWh – damit soll der Elektro-SUV eine Reichweite von 450 Kilometern nach WLTP schaffen. An einem Quick-Charger werden innerhalb von zehn Minuten rund 100 Kilometer Reichweite «getankt», weil das Lademanagement eine DC-Leistung von bis zu 150 Kilowatt erlaubt. Bei der Grösse der Batterie empfiehlt sich für zu Hause auf jeden Fall eine 11-kW-Wallbox, sodass der iX3 über Nacht vollgeladen werden kann. Um die Effizienz weiter zu erhöhen, ist der iX3 mit einer adaptiven Rekuperation ausgestattet. Hier passt sich die Bremswirkung des Elektromotors dem Verkehrsgeschehen an. Sie reicht von stärkerer Verzögerung in der Stadt bis hin zum «Segeln» auf Landstrassen und Autobahnen. Aktiv eingreifen kann der Fahrer dennoch, über den B-Modus am Wählhebel.

Ende Januar 2021 geht der BMW iX3 in den Handel. Kosten wird er ab 77’600 Franken, was etwa auf dem Niveau eines topausgestatteten X3 30d xDrive liegt. Der, und das scheint für die Schweizer besonders wichtig, rollt allerdings mit einem Allradantrieb an den Start.

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91 Kommentare
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Stefan2

12.12.2020, 00:32

Nur Leute mit einem Kleinen kaufen so etwas

Gewichtsproblem Effizienzproblem

11.12.2020, 23:59

Das grösste Problem für eine gute Energieeffizienz ist das hohe Gewicht der SUV. Gewicht 2 Tonnen! Kein Wunder können die Klima-Ziele nicht eingehalten werden!

Bürger0

11.12.2020, 23:30

E-Auto bauen ist wirklich keine Kunst und die Preise sind nur eine Frechheit 60 K für nen Tesla der man in 5 Jahren Wegwerfen kann, hätte der Tesla einen Verbrenner dann wären 60 K angemessen wenn die Leistung auch das selbe wäre aber E-Motoren bauen ist wirklich keine Kunst. Etwas Kupferdraht am Statur wickeln, Rotor mit 2 Kugellager einbauen und noch eine Untersetzung von 10 :1 einen Inverter et voila habt ihr einen E-Antrieb ist doch Wirklaich keine Kunst aber wenn ihr mal schaut wieviel Prozesse es braucht bis ein Verbrenner geboren wird dann staunt ihr