ZSC Lions: Für Derek Smith ist ein Märchen wahr geworden
Aktualisiert

ZSC LionsFür Derek Smith ist ein Märchen wahr geworden

Eigentlich war die Saison für Derek Smith vorbei. Doch nun mischt er stattdessen bei den ZSC Lions die Playoffs auf.

von
Marcel Allemann
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Anfang Dezember bricht sich ZSC-Verteidiger Derek Smith bei einem Sturz in die Bande einen Lendenwirbel. Die Saison scheint vorbei.

Anfang Dezember bricht sich ZSC-Verteidiger Derek Smith bei einem Sturz in die Bande einen Lendenwirbel. Die Saison scheint vorbei.

Keystone/Valentin Flauraud
Doch der 30-Jährige erholt sich gut, bereits Ende Februar kehrt Smith auf das Eis zurück.

Doch der 30-Jährige erholt sich gut, bereits Ende Februar kehrt Smith auf das Eis zurück.

Keystone/Peter Klaunzer
Weil Teamkollege Marc-André Bergeron derzeit nicht unwiderstehlich spielt, kam Smith am Dienstag in Genf im vierten Halbfinal-Spiel gegen Servette erstmals in den Playoffs zum Einsatz.

Weil Teamkollege Marc-André Bergeron derzeit nicht unwiderstehlich spielt, kam Smith am Dienstag in Genf im vierten Halbfinal-Spiel gegen Servette erstmals in den Playoffs zum Einsatz.

Keystone/Laurent Gillieron

Es waren fürchertliche Bilder. Mit einer Halskrause musste Derek Smith am 5. Dezember 2014 im Spiel gegen Fribourg vom Eis getragen werden. Beim Versuch, Marc-Antoine Pouliot zu checken, flog der Verteidiger in die Bande und zog sich einen Lendenwirbelbruch zu. «Ich musste damit rechnen, dass ich für sechs Monate ausfalle», sagt Smith rückblickend.

Zurückgekehrt ist er jedoch bereits nach 12 Wochen – beim letzten Spiel der Qualifikation am 28. Februar gegen Lugano gab der kanadisch-amerikanische Doppelbürger sein Comeback. «Ich muss mich dafür bei der gesamten medizinischen Abteilung der ZSC Lions bedanken. Die haben alle einen grossartigen Job gemacht.»

Die Playoff-Bilanz: 1 Spiel, 1 Sieg, 8:0-Tore

Die Eile hat sich gelohnt. Weil Teamkollege Marc-André Bergeron zu oft patzte, erhielt der weniger spektakuläre, aber solidere Smith am Dienstag dessen Platz. «Am Dienstag-Vormittag hat es mir der Trainer gesagt – das war schon aufregend und da wurde ich auch als 30-Jähriger noch nervös», so Smith mit einem Schmunzeln. Er habe versucht, sein Spiel zu spielen, «einfach zu agieren und den Körper einzusetzen». Seinen ersten Playoff-Match in der NLA mit einem 8:0-Sieg zu beenden, sei «verrückt, besser geht es nicht».

«Spiel 5 wird wieder eine andere Geschichte»

Für Smith ist nach einer langen Leidenszeit somit ein Märchen wahr geworden. Doch er ist sich bewusst, dass dies nur eine Momentaufnahme ist: «Spiel 5 wird wieder eine ganz andere Geschichte.» Gleich dürfte indes bleiben, dass Smith einen der vier Ausländerplätze besetzen wird.

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