Aktualisiert 18.02.2012 12:32

Während Iranaufenthalt

Für die Amerikaner zum Islam konvertiert

Um das Bild des Islams im Westen zu verbessern ist Sean Stone, Sohn des Regisseurs Oliver Stone, nun schiitischer Muslim. Im Iran nahm er den Namen Ali an und verteidigt das Atomprogramm des Landes.

von
hüt

Wie sein berühmter Vater hat sich der 27-jährige Sean Stone dem Filmemachen verschrieben - und seit neustem dem Islam. Um einen Dokumentarfilm über einen persischen Poeten zu drehen, reiste Sean Stone in den Iran. Während einer Zeremonie in der Stadt Isfahan konvertierte er zum Islam und nahm den Namen Ali an. Gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters begründete er seine Entscheidung: «Ich hoffe ich kann damit das Verständnis der Amerikaner für den Islam fördern. Es wäre ein Fehler zu glauben, dass der Islam gegenüber dem Christen- und Judentum feindlich gesinnt ist.»

Zu dem umstrittenen Nuklearprogramm des Landes sagte Stone, das Beste was der Iran tun könne, sei, «nicht nach Westen zu schauen. Richtet eure Aufmerksamkeit auf den Osten und arbeitet mit Partnern wie China», sagte er. «Versucht den Iran zu industrialisieren und belebt die Wirtschaft.» Die USA vermuten, dass der Iran die Entwicklung von neuen Atomwaffen anstrebt. Der Iran hingegen sagt, dass nur für zivile Zwecke Uran angereichert werde.

Hollywood und Religion

Mit seiner Konvertierung ist Sean Ali Stone in Hollywood nicht allein. Bei Dreharbeiten in Istanbul sagte der irische Schauspieler Liam Neeson laut «The Sun»: «Es gibt hier tausende von Moscheen. Das lässt mich darüber nachdenken, selber Muslim zu werden.» Sänger Cat Stevens ist bereits 1977 zum Islam konvertiert und heisst seither Yusuf Islam. Schauspielerin Julia Roberts verkündete 2010 ihre Angehörigkeit zum Hinduismus, Richard Gere ist bekennender Buddhist, Madonna wechselte ihr katholisches Kreuz gegen ein Kabbalah-Armband aus und Elizabeth Taylor konvertierte zum Judentum.

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.