Zahlungsfrist verkürzt: Für die Billag-Gebühr bleibt nur noch ein Monat

Aktualisiert

Zahlungsfrist verkürztFür die Billag-Gebühr bleibt nur noch ein Monat

Kaum hat das neue Jahr begonnen, flattern schon die ersten Billag-Rechnungen in die Häuser. Die Zeit, diese zu begleichen, wurde deutlich verkürzt.

von
V. Fehlmann
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Diese Billag-Rechnung hat ein Leser-Reporter aus Mühlau erhalten.

Diese Billag-Rechnung hat ein Leser-Reporter aus Mühlau erhalten.

Leser-Reporter
Neu beträgt die Zahlungsfrist einen Monat. Das gilt für alle Rechnungen und soll auch einen geordneten Übergang zur Haushaltsabgabe ermöglichen.

Neu beträgt die Zahlungsfrist einen Monat. Das gilt für alle Rechnungen und soll auch einen geordneten Übergang zur Haushaltsabgabe ermöglichen.

Leser-Reporter
Diese wird ab Januar 2019 eingeführt und beträgt 365 Franken pro Jahr.

Diese wird ab Januar 2019 eingeführt und beträgt 365 Franken pro Jahr.

Keystone/Christian Beutler

Ein Leser-Reporter aus Mühlau AG hat bereits die Billag-Rechnung für 2018 erhalten. Doch das Schreiben machte ihn stutzig: Bis am 31. Januar muss er die Gebühr bezahlt haben. «Seit der Einführung der Jahresrechnung 2011 war mein ‹Zahlungstermin› immer der 1. Mai. Wird so versucht, noch Geld ‹einzutreiben›, das dann bei einer Annahme der No-Billag-Initiative vielleicht auch nicht zurückbezahlt werden muss?»

Billag-Sprecher Dominik Müller weist diesen Vorwurf klar zurück: Mit der Abstimmung habe diese Umstellung «überhaupt nichts» zu tun. Auch jene, die die Rechnung erst nach dem Volksentscheid erhalten, müssen noch zahlen: Gemäss dem Bundesamt für Kommunikation (Bakom) würde im Fall einer Annahme der No-Billag-Initiative das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (Uvek) zuhanden des Bundesrats sofort mit den Umsetzungsarbeiten anfangen. Die Abgabe wäre so lange zu bezahlen, bis die Umsetzung geregelt ist.

Ratenzahlung muss bis zum Systemwechsel beglichen sein

Dass den Schweizern neu nur noch ein Monat bleibt, um die Billag-Jahresgebühr zu entrichten, habe einen anderen Grund. Müller: «Der Bundesrat hat die Zahlungsfrist für alle Rechnungen für Empfangsgebühren auf einen Monat festgelegt.» So sollen alle Gebührenpflichtigen gleich behandelt werden. Ausserdem könne so der Wechsel von den Empfangsgebühren auf die Haushaltsabgabe am 1.1.2019 geordnet erfolgen. Bisher war es möglich, die Billag-Jahresgebühr innerhalb von drei Monaten zu begleichen.

Die Jahresrechnung wird in zwölf Gruppen gestaffelt verschickt. Gemäss Bakom erhält die SRG so regelmässig Geld und die Arbeit der Erhebungsstelle kann auf das ganze Jahr verteilt werden. Wer die Gebühr nicht auf einen Schlag bezahlen könne, habe die Möglichkeit, in Raten zu zahlen, so Müller. «Wichtig zu wissen: Auch diese Ratenzahlungen müssen bis zum Systemwechsel Ende 2018 erfolgen.»

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