«Lovecut» läuft im Kino – Die Co-Regisseurin über den Gen-Z-Streifen
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Gen-Z-Streifen «Lovecut»«Für die Oralsexszene gab es eine genaue Choreographie»

Johanna Lietha hat mit Co-Regisseurin Iliana Estañol einen starken Debütfilm über das Liebesleben der Generation Z vorgelegt. Sextapes und Skype-Dates inklusive.

von
Catharina Steiner

Der Trailer zum Schweizerisch-Österreichischen Film «Lovecut», der jetzt im Kino läuft.

Aardvark Film Emporium

Darum gehts

  • Der Schweizerisch-Österreichische Film «Lovecut», der jetzt im Kino läuft, porträtiert die Generation Z.

  • Der Streifen lief erfolgreich an den Solothurner Filmtagen.

  • Sämtliche junge Darstellerinnen und Darsteller waren Laien.

  • Die Schweizerin Johanna Lietha (34) führte Regie und schrieb das Drehbuch. 20 Minuten hat mit ihr gesprochen.

Johanna Lietha (34) ist Co-Autorin und Co-Regisseurin von «Lovecut».

Johanna Lietha (34) ist Co-Autorin und Co-Regisseurin von «Lovecut».

Roman Lietha

Warum wolltest du einen Film über die Generation Z machen?

Weil es für die Jugend heutzutage zusätzliche Herausforderungen gibt, die ich und Iliana Estañol, meine Co-Autorin und Co-Regisseurin, selbst so nicht erlebt haben.
Tinder oder Sex via Skype – wie in eurem Film?

Genau. Die digitalen Medien bieten den Jugendlichen von heute viele Möglichkeiten, aber bringen eben auch Herausforderungen mit sich. Das fanden wir spannend. Vor allem aber schätzen wir die Jugendlichen dieser Generation sehr.

Anna (Sara Toth) führt in «Lovecut»  ein Doppelleben als Webcam-Girl.

Anna (Sara Toth) führt in «Lovecut» ein Doppelleben als Webcam-Girl.

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Was macht sie besonders?

Sie haben einen super Drive, sind aufgeschlossen, reflektiert, haben Ideale und stehen dafür ein. Es ist meiner Meinung nach total wichtig, dass man ihnen auf Augenhöhe begegnet, denn dann fühlen sie sich ernst genommen und man kann einander vertrauen.
Ihr habt mit Laiendarstellern gearbeitet. Wie war das?

Super. Der Casting-Prozess war lange. Wir haben Darstellerinnen und Darsteller ausgesucht, die einerseits zu den Rollen passten, aber auch schauspielerisches Talent mitbrachten.
Es gibt einige Nacktszenen im Film. War es schwierig, den Cast dazu zu überreden?

Wir haben niemanden dazu überredet, sondern sie von Anfang an darüber aufgeklärt, wie wir die Szenen drehen würden. Sie wussten, worauf sie sich einlassen und hatten kein Problem damit. Wenn man es genau nimmt, gibt es ja auch nicht viel zu sehen. Beim Dreh haben wir darauf geachtet, dass es bei Sexszenen ein «closed Set» gab und sich niemand unwohl fühlen musste. Der Film zeigt übrigens auch keine Nacktheit, die für die Geschichte nicht relevant ist.

Und Action…. Irgendwann landet das private Sextape auf einer Porno-Seite.

Und Action…. Irgendwann landet das private Sextape auf einer Porno-Seite.

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Es gibt auch eine explizite Oralsexszene.

Die Szene ist absolut nicht explizit. Das zeigt aber auch, was Filme im Allgemeinen können: Illusionen erzeugen. Für die Szene gab es eine genaue Choreographie und der Intimbereich der Schauspielerin war natürlich nicht nackt, sondern bedeckt, was man im Film aber gar nicht zu sehen bekommt.
Wie reagiert das Publikum auf «Lovecut»?

Wir hatten an den Festivals total tolles Feedback. Übrigens auch von Jugendlichen selbst, die sich sehr verstanden gefühlt haben mit dem Film.

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