Verfolgungsjagd nach Raub: Für die Polizei war am Grenzübergang Schluss
Aktualisiert

Verfolgungsjagd nach RaubFür die Polizei war am Grenzübergang Schluss

Ein Strassenräuber-Trio ist am Mittwochnachmittag in Basel nach einem erfolglosen Raubversuch entkommen – weil die Polizei die Verfolgung am Grenzübergang abbrechen musste.

von
huf
«Bis hierher und nicht weiter», heisst es für die Basler Polizei beim Grenzübergang Burgfelden.

«Bis hierher und nicht weiter», heisst es für die Basler Polizei beim Grenzübergang Burgfelden.

Das Trio hatte am Mittwoch gegen 14.45 Uhr an der Burgfelderstrasse hinter der 3er-Tramendschlaufe eine 57-jährige Frau angesprochen und sie zunächst nach der Tageszeit gefragt. Dann jedoch wollten die Täter ihr plötzlich die Uhr entreissen. Dabei versuchte eine Täterin, das Opfer zu dem am Strassenrand abgestellten Auto zu zerren.

Just in diesem Moment fuhr jedoch eine Patrouille der Polizei vorbei, erkannte die Situation und wandte sich sofort dem Opfer zu. Die Täterin stieg derweil ins Auto mit deutschen Schildern, das sofort zum nur einen Steinwurf entfernten Grenzübergang Burgfelden davonbrauste. Dieser ist in der Regel nicht besetzt.

Verfolgung ohne Erfolg

Die Polizei verfolgte den Wagen zwar noch, jedoch nicht weiter hinüber nach Frankreich – die so genannte «Nacheile» auf fremdes Territorium ist nur bei schweren Delikten vorgesehen. Nun werden Zeugen gesucht, wie die Staatsanwaltschaft am Donnerstag mitteilte.

Gemäss einem Sprecher der Staatsanwaltschaft dürfte der sichtbare Schmuck des Opfers zur Tat geführt haben: Solche «Kettendiebe» hielten meist im Auto Ausschau nach Beute, nähmen unter einem Vorwand Kontakt auf, suchten gleich Körperkontakt und luchsten den Opfern – bevorzugt ältere Personen – dann deren Schmuck ab. (huf/sda)

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