Horror-Foul: Für diesen Kopfstoss gibt es eine Saisonsperre
Aktualisiert

Horror-FoulFür diesen Kopfstoss gibt es eine Saisonsperre

Vontaze Burfict von Oakland foult seinen Gegner rüde – nun ist die Saison für ihn vorbei.

von
Frrok Boqaj

Nicht aufzuhalten: Vontaze Burfict rennt seinen Gegner Jack Doyle um. (Video: NFL)

Beim Football-Spiel zwischen Indianapolis Colts und Oakland Raiders (24:31) bringt Linebacker Vontaze Burfict nach einer brutalen Kopfstoss-Attacke seinen Gegner Jack Doyle rabiat zu Fall – und fliegt dafür direkt vom Platz.

Für das brutale Vergehen wurde der 29-Jährige der Raiders für den Rest der Saison gesperrt. Zudem muss er laut dem US-amerikanischen Sportportal spotrac.com bis zum Ende seiner Sperre auf ein üppiges Gehalt von umgerechnet 1,17 Millionen Franken verzichten. Der ehemalige Linebacker der Cincinnati Bengals hatte erst im Sommer dieses Jahres bei den Oakland Raiders einen Vertrag unterschrieben und wurde prompt zum Captain bestimmt.

Burfict, der Wiederholungstäter

Es handelt sich um die längste Spielsperre, die in der Geschichte der NFL verhängt wurde. Das harte Urteil des Verbandes dürfte trotzdem kaum überraschen – denn Burfict ist ein Wiederholungstäter. Der 29-Jährige war in sieben Jahren bei den Cincinnati Bengals insgesamt 13 Mal mit einer Geldbusse bestraft oder gesperrt worden. Zwei der Sperren erhielt Burfict – wie am Sonntagabend gegen Indianapolis Colts – aufgrund unerlaubter Hits. 2013 griff Burfict im Spiel gegen die Green Bay Packers in die Weichteile von Ryan Taylor – Strafe damals: 10'000 US-Dollar. 2018 sorgte Burfict wegen der Einnahme verbotener Substanzen für einen Doping-Skandal und wurde vom Verband vier Spiele gesperrt. Mit der rüden Attacke beim Ligaspiel am Sonntagabend stösst er jetzt auch die NFL vor den Kopf.

In einer an den Übeltäter adressierten Mitteilung begründet Jon Runyan, Vizepräsident für Football Operations der NFL, sein hartes Urteil: «Nach jedem Ihrer bisherigen Regelverstösse wurden Sie von mir und jedem der gemeinsam ernannten Berufungsbeauftragten gewarnt, dass zukünftige Verstösse zu verschärften Sanktionsmassnahmen führen würden. Sie haben jedoch weiterhin schamlos gegen Regeln verstossen, die dazu bestimmt sind, Sie und Ihre Gegner vor unnötigen Risiken zu schützen.»

Burfict akzeptiert Strafe nicht

Rückendeckung erhält der Verband ausgerechnet von Raiders-Coach Jon Gruden, der mit dem Platzverweis seines Schützlings einverstanden ist. Viel Diskussionsstoff bot auch Burficts bizarrer Abgang nach dem Foul: Nachdem er vom Schiedsrichter des Platzes verwiesen wurde, warf er dem Publikum im Lucas Oil Stadium Luftküsse zu. Jedenfalls haben Burfict und sein Agent Lamont Smith nun angekündigt, innert drei Tagen gegen die verhängte Sperre Berufung einzulegen.

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