Aktualisiert

Regierung als EnsembleDas neue Bundesratsfoto ist da

Auf dem neuen Bundesratsfoto sticht der rote Blazer von Viola Amherd heraus. Das Foto trägt die Handschrift von Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga.

von
daw

Making-of-Video zeigt: So entstand das Bundesratsfoto.

Das neue Bundesratsfoto ist da: Es zeigt den Bundesrat als «Ensemble». Verantwortlich für das Sujet ist Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga. Die Pianistin glaubt, Parallelen zwischen einem Konzert und der Arbeit der Regierung zu erkennen. «Eine gute Bundesratssitzung ist wie ein gutes Konzert. Jeder gibt sein Bestes», lässt sich die SP-Umweltministerin in der Medienmitteilung zitieren.

Auf der Rückseite der Postkarte befindet sich ein QR-Code, der auf Musikstücke leitet. Dafür hat Sommaruga zwölf Lieder ausgewählt – nicht nur klassische Musik. Auf der Liste finden sich etwa Mani Matters «Ds Lied vo de Bahnhöf» (Sommaruga: «Eine Hommage an die Bahn, die Teil der Schweizer DNA ist») oder «Schäri Stei Papier» von Steff la Cheffe (Sommaruga: «Feminismus und Liebe zur Musik verbinden über Stilrichtungen hinweg.»)

10'000 Franken Honorar

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Bundesratsfoto 2020: Die Regierung als «Ensemble».

Bundesratsfoto 2020: Die Regierung als «Ensemble».

Und hier die Fotos der Vorjahre: Die Regierung rückt 2019 zusammen und strahlt um die Wette.

Und hier die Fotos der Vorjahre: Die Regierung rückt 2019 zusammen und strahlt um die Wette.

2018.

2018.

Stephane Schmutz

Auf dem Foto wagen die Herren modisch keine Experimente. Die blauen Anzüge wirken aber modern. Bunt gehts bei den Frauen zu und her: Karin Keller-Sutter (r.) trägt wie so oft klassiches Bordeaux, Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga (Mitte) setzt auf Pastelltöne. Ein modisches Ausrufezeichen setzt CVP-Verteidigungsministerin Viola Amherd (2.v.l.) mit einem roten Blazer.

Wegen der grossen Nachfrage werden dieses Jahr 60'000 Postkarten gedruckt – 15'000 mehr als 2019. Das Bild realisiert haben die Fotografinnen Annette Boutellier und Yoshiko Kusano. Die beiden erhalten 10'000 Franken. Insgesamt belaufen sich die Kosten auf 23'000 Franken.

Finanzminister Ueli Maurer hatte das Honorar im vergangenen Jahr eingespart. Er hatte Mediamatik-Lehrlinge des Bundes ein Handyfoto knipsen lassen.

Laut Bundesratssprecher André Simonazzi ist die Harmonie des Ensembles übrigens nicht bloss gestellt: «Auch wenn man unterschiedliche politische Meinungen im Bundesrat mit Überzeugung vertritt, funktioniert das Kollegium als Team sehr gut.»

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