Züriwasser: Für ein paar Wochen stinkts
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ZüriwasserFür ein paar Wochen stinkts

Wer in den nächsten Wochen in der Stadt Zürich beim Duschen einen Chlorgeruch wahrnimmt, hat keine Halluzinationen: Von Mitte Januar bis Ende März wird dem Zürcher Trinkwasser Chlordioxid beigemischt. Dies, um Verunreinigungen wegen Bauarbeiten zu «entschärfen».

Betroffen sind mehrere Stadtquartiere, wie die Wasserversorgung am Dienstag mitteilte. Das Wasser könne bedenkenlos getrunken und wie gewohnt verwendet werden. Einzig ein leichter Chlorgeruch und -geschmack könnte einige Konsumierende stören.

Beim Züriwasser wird normalerweise auf die Beigabe von Chlor oder Chlordioxid verzichtet. Weil es so gut aufbereitet ist, ist diese Desinfektonsmassnahme nicht nötig.

Dosieranlage stets bereit

Die Dosieranlagen seien aber stets einsatzbereit, damit im Falle einer Verschmutzung rasch reagiert werden könne, heisst es in der Mitteilung. So lange will man nun nicht warten - das Chlordioxid wird präventiv beigegeben, weil als Folge von Bauarabeiten um das Grundwasserfeld Hardhof und an den Seewasserbecken möglicherweise Wasser-Verunreinigungen entstehen können.

Im Unterschied zu Zürich ist das Trinkwasser in einigen Schweizer Gegenden teilweise chloriert. Und in verschiedenen Ländern Europas wie auch in den USA ist die Chlorierung vorgeschrieben.

(sda)

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