02.04.2019 17:27

Neuhausen am Rheinfall

Für ein Selfie bringen sich Rheinfall-Touris in Gefahr

Für das perfekte Selfie begeben sich Touristen am Rheinfall öfter in Lebensgefahr. Vor allem bei Niedrigwasser steigen sie auf die Steine im Fluss.

von
som
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Der Rheinfall in Neuhausen zieht viele Besucherinnen und Besucher an.

Der Rheinfall in Neuhausen zieht viele Besucherinnen und Besucher an.

Keystone/Melanie Duchene
Für das perfekte Selfie klettern Wagemutige über das Geländer bei der Aussichtsplattform und posieren dann auf den Steinen im Fluss.

Für das perfekte Selfie klettern Wagemutige über das Geländer bei der Aussichtsplattform und posieren dann auf den Steinen im Fluss.

Keystone/Patrick Huerlimann
Dabei begeben sie sich immer öfter in Lebensgefahr.

Dabei begeben sie sich immer öfter in Lebensgefahr.

Keystone/Walter Bieri

Der Rheinfall ist ein beliebtes Ausflugsziel. Gern werfen sich die Besucherinnen und Besucher vor dem Wasserfall auch in Pose, um die Bilder später in den sozialen Medien zu verbreiten. Allerdings verhalten sich einige dabei riskant, wie in den «Schaffhauser Nachrichten» steht.

Besonders bei Niedrigwasser klettern Wagemutige über das Geländer bei der Aussichtsplattform und posieren dann auf den Steinen im Fluss. Unter dem Hashtag #Rheinfall seien auf Instagram einige solcher Bilder zu sehen, berichtet die Zeitung.

Bei der Verwaltungspolizei Neuhausen und beim Polizeiposten am Rheinfall ist das Problem bekannt – nur machen könne man fast nichts dagegen. Auch weil gemäss der Zeitung nicht klar ist, wer denn eigentlich zuständig ist.

Es ist nicht verboten, auf die Steine zu gehen

Zwar heisst es bei der Verwaltungspolizei Neuhausen, dass man Touristen schon öfter darauf hingewiesen habe, dass solche Bilder gefährlich seien. Auch habe man öfter die Kantonspolizei informiert, wenn Selfie-Jäger keine Einsicht zeigten. Generell sei es aber nicht verboten, auf die Steine zu gehen, so die Verwaltungspolizei Neuhausen.

Ein Polizist, der anonym bleiben möchte, findet, dass mindestens ein Verbotsschild notwendig wäre, wenn nicht sogar ein höheres Geländer. Jetzt kann selbst eine ungeübte Person ohne Probleme auf die Felsen gelangen.

Warnschild soll montiert werden

Beim Tiefbau Schaffhausen ist man sich der Problematik auch bewusst. Verständnis für die «Felsenkletterer» hat man dort wenig. Kantonsingenieur Dino Giuliani: «Es gibt ein Geländer, eigentlich sollte es dann klar sein, dass man dann nicht rübersteigt.» So sollte es auch im Eigeninteresse der Leute liegen, dass man sich für ein Foto nicht in Gefahr begebe.

Man montiere nun ein Warnschild. Auf diesem soll vermerkt sein, dass der Kanton jegliche Haftung ablehne, sollte etwas passieren. Ob und wie es zu Konsequenzen kommt, sollte jemand trotz Schild über das Geländer steigen, ist gemäss der Zeitung unklar. Immerhin hat die Schaffhauser Polizei in den letzten Tagen ein rotes Absperrband bei der Aussichtsplattform angebracht, um es kenntlicher zu machen, dass man dort eigentlich nicht hinübersteigen sollte.

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