Für einen Bildungsraum Nordwestschweiz
Aktualisiert

Für einen Bildungsraum Nordwestschweiz

In den vier Kantonen der Nordwestschweiz soll ein gemeinsamer Bildungsraum entstehen. Die Regierungen der Kantone Aargau, Solothurn und beider Basel wollen die Strukturen der Volksschulen aufeinander abstimmen.

Damit soll der neue Bildungsartikel in der Bundesverfassung umgesetzt werden, teilten die Bildungsdirektoren der vier Kantone in Olten SO am Dienstag an einer Medienkonferenz mit. Die unterschiedlichen Systeme müssten zusammenwachsen.

Die Harmonisierung der Schulstruktur sei «eine grosse Herausforderung», hiess es. Die Angleichung der Strukturen bedinge in den Nordwestschweizer Kantonen grosse Umstellungen.

Sechs Jahre Primarschule

Die Primarschule soll sechs Jahre dauern und die Sekundarschule drei Jahre. Die entsprechenden Reformen sind in den Kantonen bereits eingeleitet worden.

Auch bei den Fremdsprachen wollen die vier Kantone eine gemeinsame Strategie. Die enge Zusammenarbeit soll in einem Vertrag verankert werden.

«Qualitative Weiterentwicklung»

Den Bildungsraum Nordwestschweiz wollen die Regierungen als «Chance für eine gemeinsame qualitative Weiterentwicklung» der Volksschule nutzen. Der Bildungsraum solle auch der Mobilität der Bevölkerung Rechnung tragen.

In den vier Kantonen besuchen 290 000 Schülerinnen und Schüler die obligatorische Volksschule. Gemeinsam betreiben die Kantone an verschiedenen Standorten bereits die Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW). (sda)

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