Zürich: Für einen Tag Beizer sein
Aktualisiert

ZürichFür einen Tag Beizer sein

Ein internationaler Trend schwappt zu uns: Für einen Tag werden Wohnungen und Parks zu Beizen umfunktioniert.

von
Maja Sommerhalder
Mitinitiantin Claudia Schmid in ihrer Küche.

Mitinitiantin Claudia Schmid in ihrer Küche.

Ob zu Hause, im Park oder auf einem Platz – am Samstag, 19. Mai, will Journalistin Claudia Schmid (32) zusammen mit den Designerinnen Corina Zuberbühler (32) und Lea Montini (33) den Zürchern den Traum vom eigenen Restaurant ermöglichen. Wer mitmachen will, muss sich nur auf der entsprechenden Homepage registrieren.

Nicht profitorientiert

Der Restaurant Day findet zeitgleich in 19 anderen Städten weltweit statt. Ins Leben gerufen wurde er 2011 in Finnland. Schmid war im letzten Februar während dieser Aktion zufälligerweise in Helsinki. «Ich landete bei einem wildfremden Künstler, der in seinem Atelier Couscous anbot, und lernte dort viele Leute kennen.» Schmid und ihre Mitorganisatorinnen wünschen sich nun, dass sich dieser Brauch auch in Zürich etabliert und am 19. Mai möglichst viele Leute bei sich daheim oder sonst wo die unterschiedlichsten Menüs anbieten. «Der Tag soll die eher reservierten Zürcher zusammenbringen», so Schmid. Ums Geldverdienen gehe es aber nicht: «Ein Kässeli aufzustellen, um die Fixkosten zu decken, sollte aber möglich sein.» Sie hofft nun auf kulante Behörden.

Zuhause auch ohne Bewilligung legal

Stadtpolizei-Sprecherin Judith Hödl sagt dazu: «Wer auf öffentlichem Grund Lebensmittel verkauft oder Leute bewirten will, sollte ein Gesuch einreichen.» Etwas einfacher sei es hingegen in den eigenen vier Wänden: «Hier darf man bis zu zehn Personen auch gegen Entgelt verköstigen, sofern man keinen Alkohol verkauft.»

www.restaurantday.org

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