Real vs. Barça: Für einmal fliegen keine Giftpfeile
Aktualisiert

Real vs. BarçaFür einmal fliegen keine Giftpfeile

Nach den letzten hitzigen Duellen herrscht vor dem Clásico vom Samstag Ruhe vor dem Sturm. Barça-Trainer Pep Guardiola gibt sich gelassen, sein Rivale José Mourinho sagt überhaupt nichts.

von
pre

Der 248. Clásico zwischen Real Madrid und dem FC Barcelona steht unter ganz anderen Vorzeichen als die «Hassico»-Duelle am Ende der letzten Saison. Damals war Real vor den Begegnungen in der Meisterschaft, in der Copa del Rey und zweimal in der Champions League der klare Aussenseiter. Dementsprechend traten die «Königlichen» vor den wichtigen Partien gegen den Erzrivalen auf. José Mourinho und seine Mannen liessen keine Möglichkeit aus, die Katalanen zu provozieren, um sie so aus der Ruhe zu bringen.

Obwohl Barça im Giftpfeile verteilen fleissig mitwirkte, nutzte Real der Psychokrieg wenig. Mourinhos Truppe holte sich zwar die Copa del Rey, in der Meisterschaft und in der Champions League brachte aber Barça die Pokale nach Hause. Der damalige Underdog Real schadete mit seinen Beleidigungen, Anschuldigungen und Verschwörungstheorien vor allem seinem Ruf.

Auch in der Supercopa, dem Duell zwischen Meister und Cupsieger, Mitte August kochten die Emotionen wieder hoch. Nach einem üblen Foul von Marcelo an Fàbregas kam es zu Tumulten, während denen José Mourinho Barça-Assistent Tito Vilanova den Finger ins Auge drückte. «Mourinho zerstört den spanischen Fussball», war die vielerorts vorherrschende Meinung.

Mourinho nicht an der Pressekonferenz

Anders als in den sechs bisherigen Begegnungen in diesem Kalenderjahr geht Barça aber nicht als Favorit ins nächste Duell. Wer nun erwartet hätte, dass José Mourinho die Tabellenlage - Real liegt mit einem Spiel weniger drei Punkte vor Barça - ausnützt und sein bevorzugtes Feindbild mit Häme und Spott eindeckt, hat sich getäuscht. «The Special One» sagt nämlich für einmal gar nichts, jedenfalls an der Pressekonferenz vor der Partie vom Samstag. Auf ihrer Webseite gaben die «Königlichen» bekannt, dass der Portugiese vor dem Clásico nicht vor der Presse spricht. Zu Wort kommen soll stattdessen sein Assistenztrainer Aitor Karanka.

Schon in den Tagen zuvor war von Mourinho wenig zu hören. «Der Clásico ist nur ein weiteres Spiel für uns. Auch danach wird das Leben weitergehen», sagte der Erfolgscoach mit einer nicht für möglich gehaltenen Gleichgültigkeit. Auch Barça-Trainer Pep Guardiola spielt die Affiche runter: Wichtiger ist, dass Angela Merkel und Nicolas Sarkozy am 9. Dezember beim EU-Gipfel in Brüssel den Euro retten», sagt Guardiola mit einem Augenzwinkern und wird dann doch noch sachlich. «Wenn wir einen so starken Rivalen wie Real besiegen, gibt das Aufwind für den Rest der Saison. Aber die ist noch sehr lange», versichert der Coach der Katalanen. «Deshalb hält sich auch der Druck in Grenzen, schliesslich ist das kein entscheidendes Spiel.»

Tumulte im Supercopa-Clasico

Torjägerduell zwischen Messi und Ronaldo

Der Zündstoff neben dem Platz fehlt also. Auf ein Feuerwerkt auf dem Platz hoffen die Fans dennoch. Mit 49 (Real) und 47 (Barça) Toren haben beide Mannschaft einen Schnitt von über drei Treffern pro Spiel. Die Hauptveranwortlichen sind natürlich die zum Weltfussballer nominierten Lionel Messi und Cristiano Ronaldo, die in der Meisterschaft beide schon sagenhafte 17 Tore erzielt haben.

In den Clásicos hat der Argentinier die deutlich bessere Bilanz. Der Barça-Zauberfloh hat in 15 Duellen mit Real 13-mal eingenetzt, Ronaldo in neun Partien erst dreimal. Das stört Ronaldo aber nicht: «Wenn jemand mir versprechen würde, dass ich zehn Tore weniger schiesse und wir dafür die Meisterschaft gewinnen, würde ich sofort unterschreiben.»

In der Schweiz ist der Clásico zu sehen. Wer das Duell zwischen Real Madrid und dem FC Barcelona nicht verpassen will, braucht ein Abonnement beim Bezahlsender «Teleclub», der ab 22 Uhr live überträgt. Mit «Swisscom Air TV» kann die Partie mit einem Swisscom-Login oder einem Swisscom-Handyabonnement für 5 Franken auf den Computer oder das Handy gestreamt werden. Gucken Sie nicht in die Röhre: 20 Minuten Online berichtet am Samstag ab 22 Uhr live vom 248. Duell zwischen Real und Barça.

In der Schweiz ist der Clásico zu sehen. Wer das Duell zwischen Real Madrid und dem FC Barcelona nicht verpassen will, braucht ein Abonnement beim Bezahlsender «Teleclub», der ab 22 Uhr live überträgt. Mit «Swisscom Air TV» kann die Partie mit einem Swisscom-Login oder einem Swisscom-Handyabonnement für 5 Franken auf den Computer oder das Handy gestreamt werden. Gucken Sie nicht in die Röhre: 20 Minuten Online berichtet am Samstag ab 22 Uhr live vom 248. Duell zwischen Real und Barça.

In der Schweiz ist der Clásico zu sehen. Wer das Duell zwischen Real Madrid und dem FC Barcelona nicht verpassen will, braucht ein Abonnement beim Bezahlsender «Teleclub», der ab 22 Uhr live überträgt. Mit «Swisscom Air TV» kann die Partie mit einem Swisscom-Login oder einem Swisscom-Handyabonnement für 5 Franken auf den Computer oder das Handy gestreamt werden. Gucken Sie nicht in die Röhre: 20 Minuten Online berichtet am Samstag ab 22 Uhr live vom 248. Duell zwischen Real und Barça.

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