Aktualisiert 05.10.2006 22:04

Für Familie 1,6 Mio Franken verprasst

Zwischen 1992 und 2004 hat ein Appenzeller Treuhänder (56) Konti von drei Kunden geplündert und für seine Frau sowie die vier Kinder ausgegeben.

Dabei verprasste er insgesamt 1,64 Millionen Franken. «Wir lebten völlig über die Verhältnisse», sagte der Angeklagte gestern vor dem Ausserrhoder Kantonsgericht in Trogen. Angefangen habe es mit dem Kauf eines 1,5 Millionen teuren Hauses im Jahr 1991. Wegen der Hochzinsphase habe er die Raten bald nicht mehr zahlen können. In der Anfangszeit war der Angeklagte noch als Treuhänder bei Ernst & Young tätig.

Ab 1997 machte er sich selbstständig und legte erst richtig los. Zwischen 1999 und 2001 zahlte er sich jährlich Beträge zwischen 200000 und 340000 Franken aus. «Uns rannen Riesensummen durch die Finger, ohne dass wir teure Autos oder Ähnliches gekauft hätten», sagte der Angeklagte, der weiterhin als Treuhänder tätig ist. Vor Gericht bereute er seine Taten. Das Urteil soll am nächsten Mittwoch verkündet werden.

(ann)

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