Aktualisiert 03.05.2006 10:52

Für Ganz-Billig-Flieger: Nur noch Stehplätze

Wer wirklich günstig fliegen will, bucht in Zukunft überhaupt keinen Sitzplatz mehr. Auf den wirklich billigen Plätzen wird gestanden, wie die Airbus-Planung zeigt.

Die Fluggesellschaften treiben den Kampf mit den so genannten Billigfliegern auf die Spitze. Nach dem Abschied von sämtlicher Verpflegung wird jetzt laut der renomierten «New York Times» auch jeglicher Bequemlichkeit adieu gesagt.

In den neuen Superflieger A-380, der in diesem Jahr an den Start gehen soll, passen rund 500 Passagiere. Airbus hat jedoch eine XXL-Version geplant für rund 853 Gäste. Dies ist aber nur möglich, wenn ein Teil der Leute im Flieger steht.

Im Stehplatzbereich könnten sich die Passagiere an eine gepolsterte Rückenstütze lehnen. Der «Sitz» ähnelt einer senkrecht aufgestellten Trage, allerdings mit Armlehnen, Sicherheitsgurt und gepolsterter Rückenlehne.

Diese Stehplatz-Version des A-380 soll Airbus bereits japanischen Fluggesellschaften angeboten haben. Bei Airbus versucht man das Ganze herunterzuspielen: «Offiziell ist noch niemand begeistert von der Idee», erklärte eine Sprecherin des Herstellers gegenüber der «New York Times».

Flugzeuge mit solchen Stehplätzen könnte man wohl auch nur für kürzere Flüge einsetzen, etwa für Verbindubngsflüge, sagt Volker Mellert, ein Physik-Professor der Universität Oldenburg, der das Stehplatz-Konzept bereits begutachtet hat.

Bei Swiss und anderen europäischen Fluggesellschaften denkt man vorerst noch nicht daran: «Stehplätze sind bei uns keine geplant», so Swiss-Sprecher Jean-Claude Donzel

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