Hochzeitsmonat Mai: Für ihre Hochzeit greifen die Berner tief in die Tasche
Aktualisiert

Hochzeitsmonat MaiFür ihre Hochzeit greifen die Berner tief in die Tasche

Trotz Krise sparen die Berner an ihrem schönsten Tag nicht. Im Gegenteil – Geld spielt meist keine Rolle. Davon profitieren nicht nur die Hotels.

von
Saraina von Grünigen

Die Berner Hochzeitsplanerin Janine Schmidt, Inhaberin der Firma Weddingconsulting, hat alle Hände voll zu tun: «Paare heiraten auch diesen Sommer – Wirtschaftskrise hin oder her.» Durchschnittlich gebe ein Brautpaar über 30 Jahre rund 30  000 Franken für die Hochzeit aus. «Die meisten wollen ein richtig grosses Fest mit allem Drum und Dran.»

Genau das haben auch Hans Gutknecht und Jacqueline Pagano für September geplant: «Dieser Tag soll einmalig werden und deshalb darf es auch etwas kosten», sagt der zukünftige Bräutigam. Den rund 70 Gästen will er etwas bieten.

Auch im Romantikhotel de l'Ours in Sugiez spürt man nichts von einer Krise: «Wir sind jeden Samstag bis Mitte Oktober ausgebucht. Brautpaare mussten teilweise sogar auf einen Freitag ausweichen», sagt Hotelière Catherine Mao. Es gebe rauschende Feste mit gutem Essen, Musik und Tanz. «Die Brautpaare sparen nicht, sondern genies­sen ihren schönsten Tag», so Mao.

Auf Berg oder Schiff heiraten

Ob im Nostalgiezug Eiger Ambassador Express, auf der Kleinen Scheidegg, einem gros­sen Motorschiff auf dem Thunersee, im Alpen-Tower im bekannten Ski- und Wandergebiet Meiringen-Hasliberg, dem Inter­lakner Hausberg Harder Kulm oder auf dem Schilthorn: Wer nicht in einem nüchternen Saal im Zivilstandsamt heiraten will, kann sich im Kanton Bern seit dem 1. Juli 2005 in ungewöhnlicher Atmosphäre trauen lassen. Laut Zivilstandsdienst werden diese Angebote alle rege und zu gleichen Teilen genutzt.

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