Für jeden Passagier eine Schwimmweste
Aktualisiert

Für jeden Passagier eine Schwimmweste

Bald haben nicht mehr nur Frauen und Kinder ein Anrecht auf eine Schwimmweste. Die Passagierschiffe auf Schweizer Gewässern müssen neu für jeden zugelassenen Fahrgast eine Rettungsweste mitführen.

Die vom Bundesrat beschlossene Änderung der Schiffbauverordnung tritt am 1. Juni in Kraft.

Heute muss nur für die Hälfte der zugelassenen Personen eine Schwimmweste vorhanden sein. Mit einer höheren Zahl von Rettungsmitteln an Bord wollen die Behörden die Sicherheit der Schifffahrt weiter verbessern.

Umgesetzt wird mit der gleichen Verordnungsrevision auch das seit 2004 geltende Behindertengleichstellungsgesetz. Um den Behinderten den Zugang zu den Schiffen zu erleichtern, gelten neue technische Anforderungen an Fahrgastschiffe und Anlegestellen.

Dazu kommen Anpassungen bei der Ausbildung und der Prüfung von Schiffsführern und Matrosen sowie administrative Erleichterungen bei der Zulassung von Schiffen. Geregelt wird unter anderem die Anerkennung von Brandschutz-Zertifikaten aus dem Ausland.

Mit den neuen Bestimmungen übernimmt die Schweiz teilweise die Anforderungen ihrer Nachbarländer aus dem EU-Raum, wie das Bundesamt für Verkehr (BAV) am Donnerstag mitteilte. Auch im angrenzenden Ausland wurden die Sicherheitsvorschriften verschärft.

(sda)

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