Etappensieg für USA: Für Kim Dotcom wird die Luft dünner
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Etappensieg für USAFür Kim Dotcom wird die Luft dünner

Niederlage für Kim Schmitz: Der Megaupload-Gründer erhält keine Einsicht in die Akten der US-Behörden. Für die USA wird es einfacher, Kim Dotcoms Auslieferung zu erwirken.

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owi/sda

Im Rechtsstreit um die Auslieferung des Internet-Unternehmers Kim Schmitz - auch bekannt als Kim Dotcom - haben die USA einen Teilerfolg erzielt. Ein neuseeländisches Berufungsgericht hob am Freitag ein Urteil auf, das Schmitz weitreichende Einsicht in die Akten der US-Behörden zum Auslieferungsverfahren aus dem vergangenen August gewährt hatte. Eine solche Einsicht würde einen möglichen Prozess gegen Schmitz beeinträchtigen, eine Zusammenfassung der Argumentation und Beweise sei ausreichend, hiesst es zur Begründung.

Der in Kiel geborene Unternehmer mit deutscher und finnischer Staatsbürgerschaft ist Gründer des Filesharing-Dienstes Megaupload, den die USA vergangenes Jahr schlossen. Sie werfen Schmitz vor, dass er Urheberrechtsverletzungen im grossen Stil ermöglicht habe. Schmitz weist das zurück. Er könne nicht verantwortlich gemacht werden, wenn Menschen seine Plattform illegal nutzten.

Kim Dotcom drohen bis zu 20 Jahre Haft

MegaUpload bot seinen Nutzern an, Daten im Internet zu speichern und mit anderen zu teilen. Dies ist nicht illegal, doch der Dienst wurde auch dazu genutzt, verbotene Kopien etwa von Musik, Kinofilmen und Software zu verbreiten. Die USA beschuldigen die Verantwortlichen, unrechtmässig 140 Millionen Euro angesammelt zu haben. Sollte Schmitz vor ein US-Gericht gestellt werden, drohen ihm bis zu 20 Jahre Haft.

Im Januar 2013 hat Dotcom seinen neuen Speicherdienst Mega ins Leben gerufen. Die kostenlose Mitgliedschaft bietet 50 Gigabyte Speicherplatz. So kann man auf den Mega-Servern Dateien jeglicher Grösse speichern, ob digitale Fotos, Videos, Software – und sie mit anderen teilen.

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