Weltfussballer vor Absprung? : «Für Lewandowski ist Bayern Geschichte» – Wechsel wird zur Schlammschlacht
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Weltfussballer vor Absprung? «Für Lewandowski ist Bayern Geschichte» – Wechsel wird zur Schlammschlacht

Ein Mega-Wechsel von Lewandowski zum FC Barcelona scheint näher zu rücken. Münchens Sportvorstand Salihamidzic attackiert den Berater des Polen. Dieser schlägt verbal zurück.

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Was macht Robert Lewandowski? 

Was macht Robert Lewandowski? 

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Sein Vertrag bei Bayern läuft noch bis 2023. 

Sein Vertrag bei Bayern läuft noch bis 2023. 

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Doch sehr wahrscheinlich wird er schon diesen Sommer wechseln. 

Doch sehr wahrscheinlich wird er schon diesen Sommer wechseln. 

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Darum gehts

Robert Lewandowski nutzt die freie Zeit nach der Saison für Ferien. Der Pole postet in den sozialen Medien fleissig Bilder aus der Türkei. Doch im Hintergrund entwickelt sich sein möglicher Abgang beim FC Bayern immer mehr zu einer Schlammschlacht. 

Der 34-Jährige hat bei Bayern noch einen Vertrag bis zum Sommer 2023 – eine Verlängerung ist mittlerweile undenkbar. Aussagen des Polen, wonach dieser kein Angebot über eine Verlängerung seines 2023 auslaufenden Vertrags von den Bayern bekommen haben soll, widersprach die Münchner Vorstandsriege nun deutlich. «In dem Gespräch mit seinem Berater haben wir ganz klar ihm ein Angebot gemacht. Ganz klar, dass er ein Angebot mit einer Laufzeit und einer Summe auf den Weg bekommen hat», sagte Sportvorstand Hassan Salihamidzic am Sonntag im Sport1-«Doppelpass». 

Kommunikations-Wirrwarr

Der Sportvorstand weiter: «Er hat natürlich einen Berater, der ihm den Kopf verdreht. Das ist einfach nicht sauber», sagte Salihamidzic und zeigte sich «verwundert» über das Verhalten des Spielerberaters. «Was der dann dem Spieler gesagt hat, kann ich nicht sagen.» Nun hat sich der Berater von Lewandowski, Pini Zahawi, zu den Aussagen gemeldet. In der «Bild» sagt er: «Ich wurde zum Feindbild auserkoren, weil David Alaba vor einem Jahr für sich die Entscheidung getroffen hatte, den Verein zu verlassen.» Ex-Bayern-Präsident Uli Hoeness bezeichnete den 78-jährigen Agenten damals als «einen geldgierigen Piranha».

Aber auch zur Zukunft von Robert Lewandowski äussert sich Zahawi: «Natürlich können sie Robert noch ein Jahr behalten, fairerweise hat er Vertrag bis 2023, aber das würde ich ihnen nicht empfehlen. Für Robert Lewandowski ist der FC Bayern Geschichte», sagte er. Zugleich dementierte er ein Vertragsangebot für den Polen.

Nicht Geld als Wechselgrund 

Nun wolle Lewandowski sich einen Lebenstraum erfüllen und zu einem anderen Club wechseln. Grund dafür sei nicht Geld, weder für den Weltfussballer noch für ihn als Berater. «Er fühlt sich seit Monaten von den Verantwortlichen nicht respektiert, das ist die Wahrheit. Der FC Bayern hat nicht den Spieler Lewandowski verloren, sondern den Menschen Robert», sagte Zahavi. Hintergrund soll sein, dass sich die Bayern um den Dortmunder Stürmer Erling Haaland bemüht haben sollen. Der Norweger wechselt nun zu Manchester City.

Trotz aller wilden Spekulationen über einen möglichen vorzeitigen Wechsel, pocht der deutsche Rekordmeister weiter konsequent darauf, dass «Lewy» sein Arbeitspapier erfüllt. «Robert Lewandowski hat einen Vertrag bis 2023, und den wird er erfüllen», sagte Vorstandsboss Oliver Kahn der «Welt am Sonntag». Salihamidzic ergänzte seinen mittlerweile standardisierten Satz in dieser Causa: «Lewy hat einen Vertrag bis nächsten Sommer.»

Laut verschiedenen Medienberichten laufen bereits Gespräche mit Barcelona um im kommenden Transferfenster noch Geld zu verdienen. Die Katalanen sollen 32 Millionen Franken für Lewy bieten. Bayern will aber wohl 35 bis 40 Millionen einnehmen. Das letzte Wort ist in der Causa Lewandowski also noch nicht gesprochen – es wird turbulent.

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(dpa/fss)

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