Swissness-Werbung: Für Lidl sind das Schweizer Berge

Aktualisiert

Swissness-WerbungFür Lidl sind das Schweizer Berge

Dem Discounter Lidl ist ein peinlicher Patzer passiert. Er warb mit dem deutschen Berg Watzmann für hiesige Produkte. Inzwischen ist der Fehler korrigiert.

von
kwo

Lidl Schweiz hat sich in der Image-Werbung einen groben Schnitzer geleistet: Statt eines Schweizer Bergs wurde auf seiner Website unter dem Stichwort «Schweizer Herkunft» der Watzmann im süddeutschen Berchtesgaden gezeigt. Nachdem die «Handelszeitung» Lidl mit dem Thema konfrontiert hatte, entfernte Lidl Schweiz die Aufnahme sofort von seiner Website. «Dass sich ein Bild aus dem Ausland eingeschlichen hat, ist tatsächlich sehr peinlich», antwortete Lidl Schweiz der Zeitung.

Bei der Aufnahme habe es sich «definitiv» um den Watzmann gehandelt, bestätigte die Berchtesgadener Land Tourismus GmbH: «Wir freuen uns, dass die imposante Watzmann-Silhouette ein beliebtes Motiv ist – allerdings legen wir Wert darauf, dass der Watzmann im Berchtesgadener Land bleibt.»

Lidl bezeichnet sich neuerdings nicht mehr als Hard Discounter, sondern als Smart Discounter, was ein Geschäftsmodell aus Einfachheit und Effizienz bezeichnet. Effizient reagierte Lidl Schweiz auch auf den Berg-Fehlgriff. Nach den Recherchen der «Handelszeitung» wurde der Watzmann von der Website genommen.

Erste E-Tankstelle

Dabei hatte die Woche, was PR anbelangt, für Lidl gut begonnen, denn die Ladenkette ist der erste Discounter der Schweiz, der eine E-Tankstelle in Betrieb nimmt. Und die Firma meint es ernst: Neben Investitionen von 1,2 Millionen Franken für den Bau von insgesamt zehn E-Tankstellen 2016 hat Lidl 2,5 Millionen Franken investiert, um die betroffenen Filialen mit Photovoltaik-Anlagen auszurüsten, denn der Strom für die Elektroautos soll auch nachhaltig produziert werden. «Vorerst werden wir vor allem Lidl-Filialen in urbanen Gebieten wie Winterthur, Kloten oder Wetzikon mit E-Tankstellen ausrüsten», sagte Lidl-Schweiz-Chef Georg Kröll am Montag zu 20 Minuten. Ist das Projekt erfolgreich, sei ein weiterer Ausbau denkbar.

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