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Roger Federer«Für mich hat sich ein Wunsch erfüllt»

Roger Federer spielt im Spätherbst wieder wie zu seinen besten Zeiten. Der Triumph in Paris-Bercy bedeutet dem Baselbieter sehr viel.

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als / heg
Roger Federer geniesst den Triumph in Paris. (Bild: Keystone)

Roger Federer geniesst den Triumph in Paris. (Bild: Keystone)

Roger Federer reitet weiter auf der Erfolgswelle. Nach dem Triumph am Heimturnier in Basel gewinnt er auch das Turnier von Paris-Bercy. Der Schweizer zeigte sich dementsprechend glücklich nach seinem Sieg (6:1, 7:6) gegen den Franzosen Jo-Wilfried Tsonga. «Für mich hat sich ein Wunsch erfüllt. Ich musste lange darauf warten, nun hat es endlich geklappt.» Federer scheiterte die vergangen Jahre zum Teil früh. Für dies hat er eine Erklärung: «Entweder war ich verletzt oder ein paar Spieler zu stark.»

Wie es sich für einen «Champ» gehört, lobte Federer auch seinen Kontrahenten Tsonga. «Jo zeigte ein gutes Turnier, ich hoffe es läuft ihm auch in London. Viel Glück.» Der Franzose ist neu die Weltnummer sechs und wird an den World Tour Finals in London ebenfalls mit dabei sein.

Federer verdrängt mit seinem Sieg in Paris in der Weltrangliste Andy Murray wieder von der dritten Position. Überhaupt ist der Schweizer in einer beneidenswerten Form und gilt als Favorit für das Saisonfinale in London. Und dessen ist sich der 16-fache Grand-Slam-Sieger bewusst. «Es sind acht Top-Spieler am Start und jeder kann jeden schlagen. Aber ich bin gut drauf und werde mein Bestes geben, um auch dort zu gewinnen.»

Federer wurde von der Tochter geweckt

Obwohl Tsonga der Lokalmatador war, waren extrem viele Fans auf Federers Seite – wie schon während der ganzen Turnierwoche. Beim Platzinterview wurde der Schweizer darauf angesprochen. Dieser gab sich aber bescheiden. «Das hat wohl damit zu tun, dass ich französisch spreche und mich mit den einheimischen Spielern unheimlich gut verstehe.»

Tränen wie vor einer Woche in Basel gab es diesmal nicht. Dennoch hat Federer etwas bewegt: Die Frage nach seinen Töchtern. Der Interviewer wollte wissen, wie er das alles unter einen Hut bringe. Federer schmunzelte erst, dann sagte er: «Eines der Mädchen ist heute Morgen um vier Uhr in der Früh aufgewacht.» Es ist kein Geheimnis, dass Federer oft aufsteht, wenn eine seiner Töchter in der Nacht nicht schlafen kann. Seine Frau Mirka musste ebenfalls lachen, als sie ihrem Mann zuhörte.

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