Kontrollschild-Auktion: Liridon Saliu bietet für «ZH 100» mit

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Kontrollschild-Auktion«Für mich ist die ‹ZH 100›-Nummer ein Statussymbol und gute Werbung»

Das bisher tiefste versteigerte Zürcher Kennzeichen könnte auch das teuerste werden: L. S. (28) will bei der Kontrollschild-Auktion das Höchstgebot abgeben.

von
Anna Ehrensberger
Daniel Krähenbühl
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Grosser Werbeeffekt für die Firma  «SC Sportscars»: L. S. (28) will das Kontrollschild ersteigern. 

Grosser Werbeeffekt für die Firma «SC Sportscars»: L. S. (28) will das Kontrollschild ersteigern. 

privat
Anbringen möchte er die Nummer aber nicht an einem Mietsportwagen, sondern an seinem eigenen Auto.

Anbringen möchte er die Nummer aber nicht an einem Mietsportwagen, sondern an seinem eigenen Auto.

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Für den Geschäftsinhaber der Sportwagenvermietungsfirma «SC Sportscars» ist der Fall klar: «Für mich ist die ‹ZH 100›-Nummer kein zum Fenster rausgeschmissenes Geld, sondern ein Statussymbol und gute Werbung für die Firma.»

Für den Geschäftsinhaber der Sportwagenvermietungsfirma «SC Sportscars» ist der Fall klar: «Für mich ist die ‹ZH 100›-Nummer kein zum Fenster rausgeschmissenes Geld, sondern ein Statussymbol und gute Werbung für die Firma.»

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Darum gehts

Das Höchstgebot für die Kontrollschild-Nummer «ZH 100» beträgt derzeit 221’000 Franken. Die Auktion läuft noch bis am Mittwochabend um 19 Uhr. Gut möglich, dass der bisherige Rekord von 2018 – 233’000 Franken – bald geschlagen wird. Weshalb gewisse Autofahrerinnen und Autofahrer für ein Kontrollschild so viel Geld ausgeben, ist für viele unverständlich. Für den Geschäftsinhaber der Sportwagenvermietungsfirma «SC Sportscars» ist der Fall jedoch klar: «Für mich ist die ‹ZH 100›-Nummer kein zum Fenster rausgeschmissenes Geld, sondern ein Statussymbol und gute Werbung für die Firma. Ich will die Nummer unbedingt haben», sagt L. S. (28). 

Anbringen möchte er die Nummer aber nicht an einem Mietsportwagen, sondern an seinem eigenen Auto. Dafür sei er bereit, tief in die Tasche zu greifen: «Ich habe ursprünglich 380’000 Franken geboten, bevor die Website des Strassenverkehrsamts Zürich die abgegebenen Angebote rückgängig machte.» Sein Höchstgebot liege derzeit bei 217’200 Franken, sagt S. Bieten wolle er erst kurz vor Schluss wieder, um den Preis nicht unnötig hochzutreiben. «Das Ziel ist es, sich die Nummer zu schnappen. Sollte ich im letzten Moment aber überboten werden, wäre das auch kein Weltuntergang.» 

Die teuersten Schweizer Nummernschilder

«ZH 100» wird teuerste Zürcher Nummer

Zwischenzeitlich betrug das Höchstgebot für das Nummernschild «ZH 100» 380’800 Franken. Wie sich herausstellte, hatten einige Bieter den gebotenen Betrag aber gar nicht auf dem Konto. Am Samstag öffnete die Auktion bei 219’200 Franken. Von da an lief die Versteigerung schleppend. Lediglich wenige Bieterinnen und Bieter gaben seit dem Unterbruch ein Angebot für «ZH 100» ab. 

Seit 1995 versteigert der Kanton Zürich Nummernschilder. Seit 2017 sind auch dreistellige Nummern im Angebot. Das bisher tiefste Zürcher Kontrollschild «ZH 499» wurde 2020 für 52’000 Franken versteigert. Am meisten bezahlt wurde im Kanton Zürich bisher für «ZH 888». Dieses Kontrollschild ging im Juni dieses Jahres für satte 194’000 Franken über den Tisch. 

Im Kanton Zürich ist Privaten der Direktverkauf von Autonummern verboten. Ein Wiederverkauf ist also nicht möglich. Trotzdem spülen die Auktionen Millionen in die Kasse: Pro Jahr nimmt der Kanton rund fünf Millionen Franken damit ein.

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