UBS-Boni: Für Minder ist UBS-Modell eine Farce
Aktualisiert

UBS-BoniFür Minder ist UBS-Modell eine Farce

Das neue Vergütungsmodell der UBS ist laut dem Initianten der Initiative «gegen die Abzockerei», Thomas Minder, eine «Augenwischerei».

Die geplante konsultative Befragung der Aktionäre über die Vergütungspolitik sei nicht bindend. Durch die Staatshilfe sehe sich die UBS gezwungen, künftig solche konsultative Abstimmungen durchzuführen, um beim Aktionariat Goodwill zu schaffen, schreibt Minder in einer Medienmitteilung vom Montag. Doch wie auch immer das Resultat dieser Abstimmung ausfalle, der Verwaltungsrat könne damit machen, was er wolle.

Zur «Farce» verkomme der Vorschlag auch durch die Organ- und Depotstimmrechtsvertretung, «welche bekanntlich die Interessen des Verwaltungsrats vertreten», heisst es weiter. An der letzten Generalversammlung habe die UBS 44,5 Prozent dieser Stimmen vertreten.

Minder will mit seiner Initiative «gegen die Abzockerei» die Rechte der Aktionäre von börsenkotierten Unternehmen stärken. So soll die Generalversammlung die Vergütungen festlegen und die Verwaltungsräte, den Präsidenten und den Vergütungsausschuss wählen. Verboten würden Abgangsentschädigungen, Vorauszahlungen und Prämien. Ein Abtimmungstermin steht noch nicht fest. (sda)

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